Für das auf etwa 1000 Metern Höhe liegende Bergstädtchen Bandipur haben wir uns drei Nächte Zeit genommen. Genauso gut hätten wir eine der Nächte noch in Kathmandu verbringen können, allerdings war der Gedanke, dass wir auch mal entspannen wollen – und in Kathmandu hätten wir am Ende sicher trotzdem wieder die Tage draußen bei Tempeln verbracht.
Also haben wir uns bei einer Reise-Agentur in unserem vorigen Ort Barathpur nach dortigem ewigem Hin und Her einen Touristenbus gebucht, der uns nach Dumre fährt. Von dort aus mussten wir in den lokalen Bus umsteigen und noch eine halbe Stunde den Berg hochfahren. Unser Gepäck wurde dabei auf dem Dach gelagert und bei den Straßenverhältnissen haben wir schon ein klein wenig gebibbert, ob alles mit ankommt.


Aber am Ende standen wir mit unseren Rucksäcken im Bergdorf. Es ist nicht winzig, aber liegt auf einem nur 200m langen Bergsattel. Der Platz ist also begrenzt. Das Schöne an Bandipur ist, dass man zwar mit Bus, Auto und Moped hochfahren kann, aber der Ort selbst ist autofrei. In Bandipur und den umliegenden kleinen Örtchen wohnten vor ca. 10 Jahren rund 15.600 Menschen in 3800 Haushalten.
Die drei Tage dort waren wirklich recht entspannt. Wir waren einmal zum Sonnenaufgang auf einem Berg, allerdings war das Wetter dafür nicht wirklich entsprechend.




Anschließend sind wir ca. eineinhalb Stunden nach Ramkot gelaufen. Das ist ein diesmal wirklich kleines Bergdorf. Wir waren gegen sieben Uhr dort und haben mitbekommen, wie das Dorf so langsam erwacht. Überall sind Menschen mit Ziegen rumgelaufen. Shops gab es so gut wie keine. Wir haben nur einen einzigen gesehen, der ein paar Getränke verkauft hat. Ramkot hatte vor rund 10 Jahren eine Einwohnerzahl von 6300 Menschen in ca. 1400 Haushalten. Uns kam aber alles viel kleiner vor und wir waren in 20 Minuten gefühlt durch das komplette Dorf gelaufen. Wir denken, dass die ganzen umliegenden Häuschen im Umkreis dann natürlich auch in die Zählung mit einbezogen werden. Es war wirklich schön dort, vor allem weil es nicht touristisch war, sondern wirklich sehr genau unsere Idee von „Bergdorf“ getroffen hat.












In Bandipur waren wir auch bei einem kleinen Tempel, an dem uns der Mönch begeistert gezeigt hat, wie man betet.




Insgesamt ist Bandipur wirklich einen Besuch wert. Die Hauptstraße ist zwar mit seinen vielen Restaurants deutlich auf Touristen ausgelegt, aber das Dorf gibt einen Eindruck, den wir sonst nirgendwo in Nepal auf diese Weise bekommen haben.












