Acht Monate lang sind Vicky und ich nun fast rund um die Uhr zusammen unterwegs. Wir haben Länder bereist, die wir beide gleichermaßen sehen wollten. Doch bei einem Land waren wir uns nicht einig: Vietnam. Vicky hatte dort schon vor einigen Jahren einen Urlaub mit ihren Eltern verbracht und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen. Obwohl ihr das Land gut gefallen hat, war sie nicht besonders scharf darauf, dort jetzt noch einmal hinzugehen. Ich dagegen bin noch nie dort gewesen. In meinem Studium hatte ich für ein Praktikum ein halbes Jahr in Berlin verbracht und dort die vietnamesische Küche kennen und lieben gelernt. Wer sich jetzt fragt – vietnamesische Küche und Berlin – wie passt das zusammen?
Die Erklärung liegt in der Geschichte. Vietnam hatte als sozialistisches Land gute Beziehungen in die DDR, daher gab es besonders nach dem Vietnam-Krieg viele vietnamesische Einwanderer, die sich in Ost-Berlin niedergelassen haben. Heute sind über 1% der Einwohner Berlins vietnamesischer Abstammung. Dementsprechend findet man in Berlin sehr gute vietnamesische Restaurants, wo ich quasi jede Woche meine Mittagspause verbracht habe.
Das Essen war also genauso wie meine Neugier nach der Kultur und der Geschichte für mich Grund genug das Land zu besuchen. Wir beschlossen also, uns für die Zeit, in der ich Vietnam besuchte, aufzuteilen und wer Vicky kennt, hat vielleicht eine Idee wo sie sich diese Zeit sehr gut alleine vertreiben kann: Natürlich in Japan.
Vicky wollte dort ein paar Freunde besuchen, auf Konzerte gehen und ein paar Artikel für ihre Japan-Zeitschrift schreiben. Unser Plan war, dass ich nach der Vietnam-Reise auch nach Japan fliege, um mit Vicky zusammen den Fuji zu besteigen und das Friedensfest in Hiroshima zu besuchen. Aber eins nach dem anderen – nun erstmal zu meiner Ankunft in Hanoi:
Vom Flughafen ging es mit dem Linienbus direkt in die Stadt. Ich habe im „Old Quarter“ übernachtet – das ist das typische Touristenviertel, von wo aus alle Hauptattraktionen zu Fuß erreichbar sind. Und an Attraktionen hat die Stadt einiges zu bieten. Da ich nun ohne Vicky bei der Planung auf mich alleine gestellt war, beschloss ich für die Hanoi-Planung ChatGPT auszuprobieren.
Wer ChatGPT nicht kennt – das ist die aktuell populärste künstliche Intelligenz, der man via Chat in natürlicher Sprache beliebige Fragen stellen kann, die dann in kürzester Zeit beantwortet werden. Die Antworten sind oft nicht ganz exakt und gelegentlich auch frei erfunden, aber für vieles sind die Antworten schon gut genug um nützlich zu sein.
Meine Frage an ChatGPT war: „Was sind die wichtigsten Dinge, die man in Hanoi sehen sollte? Bitte gib für jeden Punkt auf der Liste die ungefähre Entfernung zum Old Quarter an“. Die Antwort fand ich schon sehr brauchbar. Ich konnte mir einen Überblick verschaffen, mir einige Punkte auf Google Maps markieren und meine nächsten Tage grob planen. Hier kann man sich die volle Antwort von ChatGPT anschauen.
Als erstes habe ich die Tran Quoc-Pagode besucht. Sie ist der älteste buddhistische Tempel von Hanoi und mit der tollen Lage im See ein perfektes Fotomotiv.









Danach habe ich mich auf den Weg zum Ho Chi Minh-Mausoleum gemacht, leider stellte sich heraus, dass es gerade wegen Wartungsarbeiten geschlossen war. Dennoch war es beeindruckend, die monumentale Architektur von außen zu bewundern. Ho Chi Minh war übrigens die Zentrale Figur der Unabhängigkeitsbewegung und wurde später Präsident von Nordvietnam. Seine sterblichen Überreste sind in einem gläsernen Sarg für Besucher zu besichtigen. In der Nähe des Mausoleums befindet sich der sogenannte Literaturtempel, die erste Akademie des Landes. Hier konnte ich die ruhige Atmosphäre genießen und mehr über die vietnamesische Kultur erfahren.









Auf dem Rückweg zum Old Quarter bin ich zufällig auf die Hanoi Train Street gestoßen. Es war faszinierend, das Alltagsleben der Anwohner zu beobachten, die sich mit den vorbeifahrenden Zügen arrangiert haben. Leider waren die Gleise abgesperrt als ich dort war – Züge habe ich also keine gesehen.



Am nächsten Tag habe ich meine Erkundungstour mit dem Ngoc Son Temple und dem Hoan Kiem Lake begonnen. Der Tempel auf der Insel im See und die rote Huc-Brücke, die dorthin führt, haben eine malerische Kulisse geboten. Ich habe die friedliche Umgebung genossen und habe einen entspannten Spaziergang um den See gemacht.







Als nächstes habe ich das Opernhaus Hanoi besucht, ein beeindruckendes Gebäude im französischen Kolonialstil. Leider konnte ich das Gebäude nicht von innen sehen, aber allein die äußere Architektur war den Besuch wert.

Der abschließende Halt an diesem Tag war das Hoa Lo Prison, auch als „Hanoi Hilton“ bekannt. Es war interessant, durch die Räume zu gehen und mehr über die Geschichte zu erfahren. Besonders fesselnd waren die Ausstellungen über die Zeit, als das Gefängnis während des Vietnamkriegs in Gebrauch war.








Insgesamt war mein Trip nach Hanoi dank ChatGPT und meiner eigenen Entdeckungen ein schönes Erlebnis. Die Stadt bot eine Mischung aus Tradition und Moderne (wobei ich mir allerdings vom Stadtbild ein bisschen mehr Tradition erwartet hatte), und ich war fasziniert von ihrer reichen Geschichte und Kultur. Es war großartig, in der Nähe des Old Quarter zu wohnen, weil ich so leicht zu den meisten Attraktionen gelangen konnte.
Zum Abschluss dieses Artikels muss ich ein Geständnis machen: Ich habe das letzte Drittel des obigen Textes von ChatGPT schreiben lassen (Hier meine Frage mit der Antwort von ChatGPT). Lediglich ein paar kleine Inhaltliche Anpassungen habe ich gemacht. Es ist beeindruckend was heutzutage mit künstlicher Intelligenz schon möglich ist. Besonders die kleinen Details, die ChatGPT eigenständig eingefügt hat, finde ich bemerkenswert. Nur die Fotos mache ich lieber weiterhin selbst.

Hallo Christoph
Also, ChatGPT ist ja der Hammer. Ist mir beim Lesen nicht aufgefallen, dass das nicht du geschrieben hast. Ja, KI ist sicherlich hilfreich und spannend, aber kann auch gefährlich sein. Vor Missbrauch ist man nicht geschützt.