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Vietnam im Rückblick

Vietnam war für mich vor allem dadurch geprägt, dass ich viel Zeit für mich hatte – 13 Tage, um genau zu sein. Nachdem Vicky und ich nun schon acht Monate zusammen reisen, war es eine gute Abwechslung. Jetzt freue ich mich aber auch sie in Japan wieder zu sehen.

Das Land war ein wenig anders als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte es mir insgesamt traditioneller vorgestellt, was aber auch daran liegen könnte, dass ich vor allem in den beiden größten Städten war. Wenn ich das nächste mal nach Vietnam reise, will ich mehr von den ländlichen Gegenden sehen. Darauf habe ich diesmal vor allem aus Bequemlichkeit verzichtet. Ich wollte einfach mal Zeit an einem Ort verbringen.

Die grüne Fußgänger-Ampel in Vietnam hat eine ganz eigene Bedeutung. Während sie in vielen Ländern das sichere Überqueren der Straße signalisiert, sollte man in Vietnam dennoch vorsichtig sein. Autos und Mopeds respektieren die Ampel oft nicht, und man muss mit einer gewissen Entschlossenheit und einem flinken Schritt die Straße überqueren.

Die Straßen Vietnams sind ein lebendiger Tanz von Mopeds, die scheinbar überall parken und entlang sausen. Auf den Mopeds wird übrigens alles transportiert was man sich (nicht) vorstellen kann: von 6-Köpfigen Familien bis hin zum lebenden Rind. Die Fußgängerfreundlichkeit ist begrenzt, und oft wird der Bürgersteig zur Straße oder es gibt einfach keinen Platz für Fußgänger auf dem Bürgersteig. Diese eigenwillige Dynamik erfordert eine gewisse Anpassungsfähigkeit von allen, die dort zu Fuß unterwegs sind.

Ein wichtiger Bestandteil des Straßenbildes in Vietnam sind die allgegenwärtigen Essens-Stände. Vor allem Banh Mi, ein vietnamesisches Baguette-Sandwich, konnte man praktisch an jeder Ecke finden und es schmeckt sehr gut. Die Art, wie Essen auf der Straße verkauft wird, zeigt, wie authentisch und vielfältig das vietnamesische Essen ist. Manche Essens-Stände haben auch die Möglichkeit dort zu essen. Auf niedrigen Schemeln sitzt an kleinen Tischen auf dem Bürgersteig fast am Boden. Dieses einfache, aber charmante Ambiente vermittelte ein Gefühl von Nähe zur lokalen Lebensweise.

Vietnam zeigte mir ein breites Spektrum an Lebensstilen. Während ich viele (vor allem australische) Touristen traf, wurde mir auch die Kluft zwischen Arm und Reich deutlich vor Augen geführt. Goldene Luxus-Autos vor Prunkvollen Gebäuden und gleichzeitig Kriegsveteranen, die im Park nach Geld fragen, verdeutlichten die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede.

Der Vietnam-Krieg, der das Land nachhaltig geprägt hat, ist an vielen Stellen präsent. Die zahlreichen Museen und Gedenkstätten erzählen zeigen die Geschichte und laden zum Nachdenken ein.

Für Lebensmittel habe ich im Schnitt täglich 7 Euro ausgegeben. Für Transport waren es 10 Euro. Unterkünfte haben im Schnitt 21 Euro pro Nacht gekostet. Diesmal hatte ich auch eine Übernachtung auf einer Tour, die in dem Gesamtpreis der Tour inkludiert war – diese Nacht habe ich bei dieser Berechnung außen vor gelassen.

Meine Gesamtkosten pro Tag waren 54 Euro.

Land / durchschn. Ausgaben
pro Tag und Person
Transport (ohne Hinflug)Unterkunft
(nur bezahlte Nächte)
Unterkunft
(inkl. kostenlosen
Übernachtungen)
LebensmittelGesamt (ohne Flug)
Südkorea3,15€17,00€17,00€8,00€40,50€
Japan12,50€18,00€18,00€8,00€55,20€
Neuseeland41,00€18,00€14,00€6,40€87,90€
Hawaii35,70€50,00€50,00€11,10€123,70€
Mexiko17,30€13,40€13,40€6,80€55,10€
USA28,90€30,60€17,20€10,30€70,50€
Costa Rica3,00€16,60€16,60€8,20€57,40€
Kuba6,80€6,40€6,40€7,13€35,60€
Schottland29,07€32,80€12,30€8,25€62,98€
Nepal2,70€3,90€3,90€4,90€33,80€
Taiwan5,10€11,80€10,10€6,50€25,00€
Vietnam10,30€21,00€21,00€7,40€54,30€
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