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Allein auf Tour durch Tokyo (und Osaka)

Während Chris sich in Vietnam eine schöne Zeit gemacht und ein Land besichtigt hat, in dem ich aber früher schon gewesen bin, habe ich mich schon mal auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp Japan gemacht. Es gab dort noch ein paar Dinge, die ich sowieso eher alleine machen würde, deshalb hat es generell ganz gut gepasst. Dieser Eintrag wird auf jeden Fall kürzer als das ausfallen, was Chris zu berichten hat, weil ich an sich wohl nichts wirklich für den Leser Spannendes gemacht habe. Es war eher eine Art Orte von früher besuchen und Zeit mit Freunden verbringen.

Leider musste ich erstmal einige Stunden am Flughafen in Tokyo verbringen, weil der erste Zug erst ein paar Stunden nach meiner Ankunft gefahren ist.

Die zwei Wochen ohne Chris in Japan habe ich größtenteils in Tokyo verbracht. Dort habe ich in einem Haus gewohnt, das mehrere Zimmer und somit mehrere Personen untergebracht hat. Mehr dazu findet ihr dann im folgenden Review-Artikel.

In diesen zwei Wochen war auch eine Freundin aus Amerika, Jamie, ebenfalls in Tokyo. Wir haben viel Zeit zusammen verbracht, waren auf Konzerten, beim Karaoke (das sind in Japan immer kleine private Räume, keine Bühne wie man es aus Deutschland kennt) oder einfach nur Eis essen. Es war das insgesamt vierte Mal, dass wir uns getroffen haben. Drei Mal davon in Japan. Eigentlich hätten wir uns nur ein oder zwei Tage gesehen, aber letztendlich ist es doch so gekommen, dass ich zwei Wochen früher nach Japan geflogen bin als ich eigentlich geplant habe. So hatten wir fast zwei Wochen zusammen.

Auf einem Konzert war ich, wo ich dank über die Jahre aufgebaute Kontakte mit einem Gäste-Pass kostenlos hin durfte – zu einer von meinen ersten japanischen Bands, die ich seit rund 16 Jahren höre. Das mit knapp 10.000 Plätzen ausverkaufte Konzert hat in einer von Japans beliebtesten Konzerthallen stattgefunden, die für Bands auch immer einen Meilenstein repräsentiert, deshalb habe ich mich sehr gefreut, hinzukönnen.

Daneben gibt es auch noch einen Schrein, der ein wenig schwierig ist. Dort gibt es auch eine Gedenkstätte für japanische Kriegsverbrecher, deshalb ist das ganze politisch etwas kompliziert.

Ein paar japanische Freunde habe ich ebenfalls getroffen. Mit Mitamo beispielsweise war ich in Yokohama.

Gegen Ende habe ich noch einen Kurztrip nach Osaka unternommen. Dort bin ich mit dem Nachtbus hingefahren (ca. 9 Stunden) und bin zwei Nächte geblieben. Nachtbusse sind in Japan immer eine gute Möglichkeit der Fortbewegung – wenn man darin schlafen kann. Gerade die Strecke Tokyo – Osaka/Kyoto ist eine gute Länge für eine Nacht, deshalb habe ich das auch schon mehrfach gebucht.

Im Grunde habe ich in Osaka das gleiche gemacht wie in Tokyo… Freunde getroffen und meine Lieblingsband (nein, eine andere als die, von der ich oben geschrieben habe) ein vorerst letztes Mal gesehen.

Anschließend ging es wieder zurück nach Tokyo. Die Fahrt wollte ich die so genannten „Seishun Juuhachi kippu“ nutzen. Das sind Tagestickets, mit denen man aber nur mit den Regionalzügen fahren kann. Die Strecke Osaka – Tokyo ist wirklich sehr lang für so ein Unternehmen, aber ich wollte das Experiment eingehen. Geplant waren dabei 11 Stunden Fahrt mit insgesamt 9 Umstiegen. Letztendlich sind es 12 Stunden geworden, weil ich einen Zug wegen Falschaussage von Fahrgästen verpasst habe…
Das Ganze hat trotzdem überraschend gut funktioniert, was aber hauptsächlich daran liegt, dass die japanischen Züge im Normalfall pünktlich sind. Die Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszüge) sind so gut wie immer pünktlich. Bei den kleineren Regionalzügen kann es schon mal zu Verspätungen kommen, aber auch die sind eher selten. Bei den Umstiegen muss man auch noch bedenken, dass ich oft nur ein paar Minunten hatte, den Zug zu wechseln. Trotzdem ist es gut gelaufen. Vielleicht aber auch nur, weil ich kleines Gepäck für das Wochenende dabei hatte. Mit Chris wollten wir das Ganze nämlich nochmal machen – mit unserem Jahresgepäck.

In Tokyo hat Chris dann schon auf mich gewartet. Er ist nämlich schon an diesem Morgen in Japan angekommen.

1 Kommentar

  1. Carmen
    Carmen 18. August 2023

    Genießen und heimkommen … Mehr kann man dazu nicht sagen.

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