Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Unser Alltag in Neuseeland

Wie sieht eigentlich ein typischer Tag auf Reisen bei uns aus? Gerade Neuseeland war besonders für uns, weil wir die komplette Zeit über ein Auto hatten. Deshalb wollen wir es an diesem Beispiel einmal zeigen.

Im Normalfall haben wir in Neuseeland ein bis vier Nächte in derselben Unterkunft geschlafen. Das reichte von Nächten im Auto, über 10-Bett-Zimmer und Doppelzimmer bis hin zum Schlafen bei Privatpersonen. Drei Nächte haben wir über Couchsurfing verbracht, insgesamt eine Woche im Auto auf Campingplätzen, vier Nächte bei Freunden von Freunden und die restlichen drei Wochen in Hostels.

Couchsurfing, Hostels und bei Freunden schlafen verlief relativ ähnlich, während Campen im Auto doch nochmal was Neues für uns war. Die Gebühren für uns beide Zusammen für einen Campingplatz lagen zwischen 16 und 40 Euro pro Nacht. Die billigen Plätze hatten nur ein Plumpsklo und sonst nichts, während die teuren eine Küche, Aufenthaltsraum mit Fernseher, Internet, Duschen und und und hatten. Also eigentlich wie ein Hostel, nur dass man eben im Auto statt in einem Bett schläft. Wir hatten einen Siebensitzer-SUV, bei dem wir die hinteren fünf Sitze umgeklappt haben und uns dort breit gemacht haben. Ganz ausstrecken konnten wir uns nicht, aber irgendwie ging es. Unser ganzes Gepäck wurde auf die vorderen beiden Sitze verteilt, damit wir hinten Platz hatten. In der ersten Nacht haben wir noch 3-4 Lagen Kleidung getragen und in Schlafsack und mit zwei Decken geschlafen, weil es wirklich kalt war, aber am Ende der Reise hatten wir nur noch Shirt und kurze Hose an (wahlweise waren wir noch im Schlafsack).

Am nächsten Morgen wurde dann alles wieder in den Kofferraum umgeräumt und versucht, die immer größer werdende Anzahl an Taschen sinnvoll so zu verstauen, dass nicht alles beim Fahren durcheinanderfällt.

Der Inhalt unserer Kühltasche, von der wir uns einfach einbilden wollten, dass sie kühl hält, und der Inhalt unserer zweiten Essenstasche sahen ungefähr so aus:

Einmal am Tag haben wir versucht warm zu essen. Sei es Essengehen oder nur eine Hühnerbrühe warm machen. Sonst haben wir uns morgens normalerweise zum Mitnehmen Sandwiches gemacht. Campinggeschirr war da eine wirklich gute Investition.
Zum Frühstück gab es Cornflakes oder Brot und Saft oder Kakao.

Während wir tagsüber meistens irgendwo unterwegs waren, haben wir die Abende (wenn wir nicht hundemüde ins Bett gefallen sind) hauptsächlich damit verbracht, Blogeinträge zu schreiben und Bilder zu sortieren. Auch die Planung für die nächsten Tage und Wochen nimmt viel Zeit in Anspruch, sodass wir bis jetzt nicht mehr als einen einzigen Film auf unserer kompletten Reise angesehen haben – und den verteilt auf drei Abende.
Allgemein haben wir anfangs recht früh geplant – also einige Wochen oder Monate im Voraus. Hawaii zum Beispiel, weil wir da mit Nicky, einer Freundin von mir, unterwegs sind. Aber es gab auch Unterkünfte, die haben wir nur ein paar wenige Tage vorher gebucht – Camping teilweise gar nicht, sondern sind direkt zum Campingplatz gefahren. Wann wir an welchem Ort sein wollen, hatten wir aber trotzdem schon festgelegt.

Beim Autofahren wechseln wir uns recht gut ab. Die längste Strecke, die wir an einem Tag gemacht haben, war etwa fünf Stunden. Öffentliche Verkehrsmittel haben wir eigentlich nur am Anfang und Ende unserer Reise genutzt, aber da ist es auch immer wichtig herauszufinden, wie sie überhaupt funktionieren, wann und wie man zahlt usw.

Wie wir den Tag verbracht haben? Wir waren sehr viel wandern und einfach in der Natur unterwegs. Es waren jetzt weniger wirkliche Bergbesteigungen, aber einige Höhenmeter haben wir trotzdem gemacht. Der größte Höhenunterschied, den wir an einem Tag gewandert sind, war so ca. 400 Meter in einmal drei Stunden (relativ gut ausgebauter Wanderweg, allerdings eine Stunde lang in knallender Sonne) und einmal vier Stunden (recht abenteuerlicher, steiniger Weg, bei dem man sich manchmal auch mit den Händen festhalten musste, um weiterzukommen). Für die Stuttgarter: Das ist ein bisschen mehr als zweimal vom Marienplatz nach Degerloch hoch und wieder runter.

Ansonsten… Falls ihr Fragen habt, könnt ihr uns natürlich gerne schreiben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert