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Neuseeland im Rückblick

Neuseeland hat uns unglaublich viel an Natur gezeigt. Wir waren wahrscheinlich noch nie in unserem Leben so viel in der Natur unterwegs wie in diesem Monat. Die Städte haben wir uns zwar auch angeschaut, aber sehr viel Zeit haben wir dort nicht verbracht, weil Neuseelands Natur einfach so viel mehr für uns zu bieten hatte – und wir sind eigentlich nicht mal die großen Wanderer! Wirklich in Erinnerung von den Städten ist uns hauptsächlich Wellington und Queenstown geblieben.

Wie immer wollen wir noch ein bisschen darüber schreiben, was uns in Neuseeland besonders aufgefallen ist. Und dabei starten wir direkt mit der Flora und Fauna: Es gab leider unglaublich viele tote Tiere (vor allem Vögel und Hasen) auf den Fahrbahnen. Das kann man mit Deutschland gar nicht vergleichen. Teilweise wollten wir schon gar nicht an Straßen entlang spazieren gehen, weil man immer an Kadavern vorbeigelaufen ist.
Außerdem: Schafe überall. Wohin man sieht. (Lebende!) Laut Recherche kommen auf einen Neuseeländer sechs Schafe.

Was die Fortbewegungsmittel angeht, haben wir auf der Südinsel sehr viele Campervans gesehen, auf der Nordinsel allerdings weniger.
Die Einheimischen fahren aber hauptsächlich mit ihren Geländewagen durch die Gegend – am liebsten zu den Booten, die sie besitzen. Und das kann man ihnen bei den Möglichkeiten auch wirklich nicht verdenken.
Es gibt fast nirgendwo vierspurige Straßen, aber es gibt immer wieder „Passing Lanes“, also kurze Abschnitte, die eine zusätzliche Fahrspur haben, damit man überholen kann.
Die Höchstgeschwindigkeit wird nicht allzu oft geändert, wenn man unterwegs ist, allerdings gibt es vor Kurven meist eine „empfohlene Geschwindigkeit“, die zwar nicht eingehalten werden muss, aber sinnvoller Weise anzeigt, mit welcher Geschwindigkeit man gefahrlos in eine bestimmte Kurve fahren kann.
Außerdem findet man nach Abzweigungen auf den ländlichen Straßen sehr oft Pfeile auf dem Boden. Weil im ganzen Land Linksverkehr herrscht, müssen wir Ausländer da manchmal dran erinnert werden, wo die richtige Seite der Straße ist!

Ein Auto braucht man in Neuseeland auf jeden Fall, um sinnvoll von A nach B zu kommen und zwischendrin auch mal spontan anhalten zu können. Fernbusse fahren unserer Erfahrung nach etwa 2 mal am Tag zwischen den Touristenspots. Ach, und man bedankt sich auch beim Busfahrer (egal ob Fernbus oder nicht) für die Fahrt!

Radio haben wir auch gelegentlich im Auto gehört und dabei ist uns aufgefallen, dass es wirklich viel Werbung für Gerätschaften und Produkte gibt, die Landwirte gebrauchen können. Das haben wir so in Deutschland nicht in Erinnerung.

Ein weiteres Fortbewegungsmittel – oder sagen wir eher Transportmittel – ist das Flugzeug. Aber das wird in Neuseeland sehr oft eher als kleine Version angeboten und nicht, um von A nach B zu kommen, sondern als Scenic Flight (Rundflug). Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, mit einem Kleinflugzeug oder Helikopter die Natur von oben zu betrachten. Auf den Franz Josef Gletscher und auch zu vielen anderen Orten in den Bergen kommt man nur durch diese „Scenic Flights“.

Natürlich kann man auch viel zu Fuß erkunden. Neuseeland macht es den Wanderern auch recht einfach. So stehen an den öffentlichen Wanderwegen normalerweise Schilder mit der Länge des Weges und der durchschnittlichen Dauer, die man dafür braucht. Auch gibt es sehr oft Toiletten (Plumpsklos) an den Wegen – selbst auf den Bergen.

Beim Wandern muss man allerdings sehr auf die Sonne achten. Über Neuseeland befindet sich ein großes Ozonloch. Dadurch ist die UV-Strahlung in Neuseeland recht gefährlich und ich habe mir auch gleich am ersten Tag einen Sonnenbrand geholt.

Spannend fanden wir auch die Weihnachtsdeko! Denn diese besteht wie auch bei uns oft aus Bildern und Symbolen, die Schnee oder Schneemänner darstellen – obwohl es dort doch im Dezember gar nicht schneit! Trotzdem haben die Neuseeländer diese Deko übernommen.

Ein ganz anderes Thema wollen wir am Ende noch ansprechen: Covid-19. In Neuseeland kam es uns meistens so vor, als hätte diese Krankheit nie existiert. Masken wurden sehr selten getragen – und wenn dann nur in den Städten und auch da nur ab und zu. Es war sehr spannend von Japan, wo auf jedem kleinsten Landweg in tiefster Nacht und Einsamkeit Masken getragen wurden, nach Neuseeland zu kommen, wo das Ganze doch sehr locker angegangen wurde.

Nachdem wir über die Besonderheiten gesprochen haben, die uns aufgefallen sind, geht es jetzt zu den nackten Tatsachen. Was sagt der Geldbeutel denn eigentlich nach 4 ½ Wochen Roadtrip durch Neuseeland?
Am meisten hat unser SUV Benjamin ins Budget geschlagen. Der hat uns insgesamt knapp 1200 Euro plus 240 Euro Benzin pro Person gekostet. Dazu kamen noch Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel. Schließlich sind wir inkl. Parkgebühren im Schnitt pro Tag pro Person bei 41 Euro für Verkehrsmittel. In Japan waren es rund 12,50 Euro und in Korea 3,15 Euro pro Tag. Allerdings müssen wir sagen, dass es absolut notwendig ist, in Neuseeland ein Auto zu haben. Außerdem hat es uns einige sehr billige Übernachtungen (abgelegene Unterkünfte und Camping im Auto) eingebracht und wir haben viel mehr vom Land gesehen und Kilometer gemacht als im Vergleich zu Japan und Korea. Apropos Kilometer, wir sind in dem Monat Neuseeland ca. 5300 Kilometer mit dem Auto gefahren.

Lebensmittel haben uns im Schnitt 6,35 Euro pro Tag und Person gekostet. Dabei waren wir selten Essen und haben uns viel von Suppen und selbst gemachten Sandwiches ernährt. In Japan und Korea waren es etwa 8 Euro pro Tag.

Und jetzt zu den Unterkünften: Dabei kamen wir ein wenig billiger, weil wir insgesamt 7 Nächte auf Campingplätzen waren und 7 Nächte kostenlos beim Couchsurfing oder bei Freunden von Freunden übernachtet haben. Das mit eingerechnet waren es pro Nacht im Schnitt pro Person 14 Euro. Würde man die kostenlosen Nächte nicht mit einberechnen, sind das pro Person und Nacht 18 Euro. In Japan waren es 18 Euro und in Korea 17 Euro.

Land / durchschn. Ausgaben
pro Tag und Person
TransportUnterkunft
(nur bezahlte Nächte)
Unterkunft
(inkl. kostenlosen
Übernachtungen)
LebensmittelGesamt (ohne Flug)
Südkorea3,15€17,00€17,00€8,00€40,50€
Japan12,50€18,00€18,00€8,00€55,20€
Neuseeland41,00€18,00€14,00€6,40€87,90€
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