„Es braucht einen Namen!“, sagte das Mädchen, als sie ihn sah. Ihn, ihren neuen besten Gefährten.
Der Junge und das Mädchen hatten beschlossen, sich einen fahrenden Untersatz zu mieten, um in Neuseeland voranzukommen. Der SUV, den sie letztendlich erhielten, sollte ihnen ein treuer Freund werden. Er war groß und grau.
„Einen Namen?“ Der Junge war etwas verwirrt.
„Ja, Autos brauchen Namen.“ Das Mädchen war hingegen überzeugt. So war es schon immer gewesen und so würde es immer sein.
„Na gut. Was fällt uns ein, wenn wir ihn sehen ?“, stimmte dann auch der Junge zu.
„Grau… Grey… „Shades“, wie bei 50 Shades of Grey“, lachte das Mädchen.
„Das ist doch kein Name! Dann lieber Grey“, warf der Junge ein.
„Nein, ich will das Auto nicht nach 50 Shades of Grey nennen. Obwohl… wie hieß der eigentlich mit Vornamen?“
„Sebastian?“
„Nein…“
„Dorian?“, überlegte der Junge weiter.
„Nein… Dorian Grey war jemand anderes“, widersprach das Mädchen lachend.
Dann fiel es ihm ein. „Christian!“
Sie antwortete: „… Wir können das Auto nicht Chris nennen. Das sind zu viele Chris.“
Dieser Meinung war auch der Junge. „Was fällt uns denn noch ein, was mit grau zu tun hat?“
„Ein Elefant.“
„Benjamin!“, überlegte der Junge weiter.
„Oder wir nennen wie das Gegenteil. Maus.“
Dem Blick des Jungen nach zu urteilen war das aber auch keine Alternative.
„Benjamin…“ Das Mädchen sprach den Namen langsam aus. „Lass ihn uns mal zwei Tage so nennen und dann schauen, ob uns bis dahin was anderes eingefallen ist oder ob wir uns an Benjamin gewöhnen.“
Der Junge stimmte zu.
Die Tage vergingen und es blieb dabei. „Benjamin“, mit Nachnamen „Grey“, wurde ein wichtiger Reisegefährte der beiden. Er stellte sich zwar als manchmal ein wenig launisch und schwerfällig heraus, aber er war treu und machte alle Abenteuer mit!
