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Die schöne und die dunkle Seite von Edinburgh

Nachdem wir uns in Glasgow eine Nacht im Hotel gegönnt haben, haben wir uns für die nächsten beiden Nächte bei einem Couchsurfer in Edinburgh einquartiert.

Um genau zu sein: Bei dem Couchsurfer mit den meisten positiven Referenzen in ganz Schottland. Obwohl er eigentlich bis Mitte Juni ausgebucht war, hat er Platz für uns geschaffen. Die erste Nacht haben wir im Gästezimmer schlafen dürfen, die zweite Nacht auf einer Luftmatratze in seinem Büro. Waschen konnten wir dort auch und ein wenig Unterhaltung hatten wir mit vier der zehn Hunde, die das Paar besitzt.

Mit dem Bus ging es dann in die Innenstadt, die wir als wirklich schön bezeichnen können! Ein altes Gebäude neben dem anderen und alles erschien auch recht gepflegt. Auch haben wir immer wieder auf der Straße Dudelsack-Spieler gesehen, was das ganze Schottland-Flair nochmal verstärkt hat.

Am Abend wurde es gruselig: Wir sind mit einer Geistertour in die Gewölbe der Stadt runtergestiegen. Dort wurden uns Geschichten erzählt, wie Menschen in den vergangenen Jahrhunderten dort in der Dunkelheit lebten. Natürlich kam auch der eine oder andere Geist zur Sprache. Anschließend ging es auch noch auf den Greyfriar‘s Kirkyard, wo seit dem späten 16. Jahrhundert Menschen beerdigt werden. Auch im abgeschlossenen Teil namens Covenanter’s Prison waren wir. Dieser Teil wurde 1679 nach der Schlacht von Bothwell Bridge genutzt, um die besiegten Gefangenen vier Monate lang ohne Schutz und mit nur wenig Nahrung (110 Gramm Brot pro Tag) unterzubringen. Über 1000 wurden dort gefangen gehalten. Die meisten sind dort gestorben. Im November verließen die letzten 257 Gefangenen den Ort, um in die Kolonien verschifft zu werden. Das Schiff sank allerdings auf dem Weg und nur rund 40 Gefangene überlebten. Natürlich gibt es auch hier einige Gruselstorys, die unser Guide zum Besten gegeben hat.

Der Abschluss des Tages war ein Bier im Pub, bevor wir uns auf die Weiterfahrt in den Norden vorbereitet haben.

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