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Unsere erste Mehrtageswanderung

Wir haben zwar gehört, dass man Mehrtageswanderungen auch gut vor Ort buchen kann, wir hatten uns allerdings dagegen entschieden. Wir wollten uns zumindest bei unserer ersten (und einzigen??) Wanderung nicht den Stress geben, erst vor Ort nach den richtigen Angeboten suchen zu müssen, deshalb haben wir uns schon mal im Internet erkundigt. Ich hatte ein für uns zumindest relativ gutes Angebot gefunden für eine drei-Tages-Wanderung nach Poon Hill.

Morgens wurden wir im Hotel abgeholt, sind noch wegen des guten Wetters zu einem Aussichtspunkt gefahren, und dann also los. Angelegt war es auf zwei Tage nach oben wandern und einen Tag nach unten. Wir hatten online schon von den vielen Treppen gelesen, aber was da auf uns zukam, war nur bedingt vorherzusehen.

Der erste Tag war zumindest für mich von der Aussicht spannender, der Weg war allerdings sehr anstrengend. Die erste Hälfte war in Ordnung, aber die zweite Hälfte des Tages waren nur Steintreppen und deshalb recht langweilig und noch dazu sehr anstrengend. Unser Guide war aber wirklich nett und hat sich gut unserem Tempo angepasst.

Wir haben in einem Ort namens Ulleri übernachtet, wo es dann auch noch eine kleine Überraschung für uns gab. Die Gemeinde hatte für den Abend ein kleines Fest geplant, zu dem wir auch eingeladen waren. Zwar waren wir hundemüde, aber das wollten wir uns eben doch nicht entgehen lassen. Also sind wir gegen halb 10 dann endlich los (ursprünglich hieß es halb 8, nepalesische Zeit.) und haben uns erstmal eine Stunde Dankesreden angehört, bevor dann Tanz und Musik losgingen. Während der ersten Lieder kamen dann aber auch noch tatsächlich die Festverantwortlichen zu uns (wir saßen irgendwo im Publikum) und haben uns beiden sowie unserem Guide eine Willkommensgeste zukommen lassen. Das waren in diesem Fall Seidenschals. Es war wirklich sehr nett und wir haben uns direkt willkommen gefühlt, obwohl wir die einzigen Ausländer waren und man da ja nie so genau weiß, wie man aufgenommen wird.

Apropos Ausländer: Wir waren in der „Off-Season“ da. Das heißt, zu dieser Zeit gibt es sehr wenige ausländische Touristen. Das hat sein Gutes wie Schlechtes, aber für uns hat dann doch eher das Gute überwogen. Es gab nämlich so gut wie keine Touristen. Dadurch war alles sehr ruhig und alles andere als überfüllt. Wenn man einmal in einem kleinen Dorf vier Touristen begegnet ist, hat man sich schon fast bedrängt gefühlt!

Am zweiten Tag sind wir ein wenig in den Regen gekommen, allerdings auch nur etwa für 30 Minuten. Insgesamt waren wir laut dem Guide wohl recht schnell unterwegs. Und das ist uns zugute gekommen. Auf den letzten Metern zur Unterkunft am zweiten Tag hat es angefangen zu schütten und zehn Minuten später hat es aus Eimern geregnet – teilweise sogar gehagelt – sodass wir froh waren, einmal ein wenig schneller gewesen zu sein.

An dem Mittag haben wir gegen 13 Uhr den Ort erreicht, von dem man dann am nächsten Morgen ca. 45min nach oben zum Poon Hill für den Sonnenaufgang geht. Es war überraschend kalt. Ich habe sogar in Leggings und Fleece-Jacke geschlafen, während wir noch am Tag vorher in Shorts und Shirt geschlafen haben und froh waren, den Schweiß vom 30-Grad-Tag unter der Dusche loszuwerden.

Dafür gab es aber im Aufenthaltsraum der Hotels immer Öfen, um die man sich vor allem im Winter setzen konnte.

Am nächsten Morgen ging es also rauf auf den Gipfel. Man muss bei den Fotos dazu sagen, dass wir mitten in der Regenzeit in Nepal waren. Ja, es ist nicht alles klar, aber für die Jahreszeit konnten wir mehr als froh sein, wie gut wir die Berge sehen konnten. Mehr konnten wir uns eigentlich gar nicht wünschen.

In der Unterkunft haben wir dann noch gefrühstückt, bevor es wieder runter ging und wir unsere erste Mehrtageswanderung erfolgreich beendet haben! Wir haben an den drei Tagen auch so einige Schritte gemacht:

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