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Buddha und der Ort, an dem er geboren wurde

Es war ein kleiner Klimaschock. Noch am vorigen Morgen waren wir bei Schnee auf dem Poon Hill auf 3210m und haben doch ein wenig gefroren und am nächsten Abend standen wir bei über 40 Grad schwitzend an der Rezeption unseres Hotels in Lumbini.

Wir sind von Pokhara nach Lumbini Sanskritik gefahren. Das liegt an der südlichen Grenze und damit ganz in der Nähe zu Indien. Dort hinzufahren hat einiger Recherche bedurft. Nicht, weil es keine Verbindungen dorthin gäbe. Es gibt sogar einen Direktbus von Pokhara nach Lumbini. Aber das Problem war eher: Es liegt sehr abseits und dort verbringt man normalerweise auch nur einen halben, maximal einen Tag. Von Pokhara aus fährt man ungefähr acht Stunden. Und zu unserem nächsten Ziel von Lumbini aus auch wieder so etwa sieben Stunden. Warum tut man sich das also eigentlich an? Die Antwort ist: Weil es die Geburtsstätte Buddhas ist. Für manche stellt sich jetzt wahrscheinlich immer noch die Frage: Warum tut man sich das also eigentlich an? Für uns war es aber Grund genug, diese religiöse Stätte zu besuchen.

Lumbini Sanskritik ist eine der vier zentralen Stationen von Buddhas Leben (Geburtsort, Erleuchtung, seine erste Predigt und seine letzte Ruhestätte) und die einzige in Nepal. Alle anderen Stätten liegen in Indien. Und da wir noch etwas Zeit in Nepal übrig hatten, sind wir also letztendlich nach Lumbini gefahren.

Obwohl wir wieder den hoch angepriesenen Touristenbus genommen haben, war die Fahrt diesmal etwas anstrengender. Die Sitze waren unbequemer und die Klimaanlage ging für etwa die Hälfte der Fahrzeit nicht. Und unsere Seite des Busses hat es auch für nicht nötig angesehen, die Fenster zu öffnen – wir saßen leider ausgerechnet an einem Fenster, das sich nicht öffnen ließ. Bei um die 40 Grad ist das nicht unbedingt die beste Reiseart.

Letztendlich sind wir aber angekommen, haben unser (nicht klimatisiertes) Zimmer betreten, uns erstmal ein typisch nepalesisches Dal Bhat im Hotel zum Abendessen bestellt (Karte: „Es gibt diese 50 Gerichte.“ Wir: „Wir möchten diese beiden.“ Hotelpersonal: „Wir haben nur Dal Bhat. Und auch nur das vegetarische.“) und sind dann ins Bett, um ausgeruht einem neuen Tag entgegen zu schlafen.

Der neue Tag hat schon gegen 7 Uhr angefangen. Die Hitze hat uns nämlich geweckt. Aber auch kein Problem. Ist wahrscheinlich sowieso besser, einen heißen Tag recht früh zu beginnen, um dann früh wieder im Hotel zu sein. Also sind wir los, um uns den Ort anzusehen, an dem Buddha geboren wurde.
Im Internet stand auch noch, dass in der Umgebung viele buddhistische Tempel von anderen Ländern stehen, die man sich ansehen kann. Wir haben gewusst, dass es anstrengend werden könnte, aber als wir zum Eingang des Geburtsortes gegangen sind, haben wir auch gemerkt, WIE anstrengend die Hitze schon morgens um 9 ist. Letztendlich haben wir uns kurzerhand dafür entschieden, eine der Rikscha-Touren in Anspruch zu nehmen. Für rund sieben Euro sollte die Tour durch den Tempelkomplex vier Stunden dauern.

Der erste Stopp war tatsächlich der Geburtsort von Buddha – bzw. der Stein, der markiert, wo er geboren wurde. Von außen sieht das Ganze so aus:

Innen durfte man leider nicht fotografieren, allerdings ist uns durch die Beschaffenheit des Ortes schnell aufgefallen, dass er für mehr Besucher ausgelegt ist. Am Ende waren nur wir beide im Gebäude.
An dem Ort, an dem Buddha geboren wurde.
Es waren mehr Security-Leute da (3 Stück) als Besucher.

Spannend war es aber allemal, an diesem Ort zu stehen, an dem ein so wichtiges Ereignis passiert sein soll. Überall um den Stein rum waren die Steine golden verziert oder in die rote Farbe getaucht, die bei religiösen Riten als Tika, ein Punkt, auf die Stirn getupft wird. Natürlich lagen auch Opfergaben herum wie Reis und Geld.

Anschließend ging es mit der Rikscha zu den unterschiedlichsten Tempeln im Umkreis. Besonders beeindruckt war unser Fahrer übrigens vom deutschen Tempel. Und das scheint er nicht nur so gesagt zu haben, weil wir aus Deutschland sind. Schließlich haben wir nie darüber gesprochen, wo wir herkommen. Als wir letztendlich wirklich dort angekommen sind, haben wir verstanden, was er meinte. Der Tempel sieht wirklich toll aus mit all seinen Malereien. Alle übrigen Tempel sind im buddhistischen Stil des jeweiligen Landes errichtet. Da sich in Deutschland im Gegensatz zu asiatischen Ländern keine eigene Buddhistische Architektur entwickelt hat, wurde der deutsche Tempel im Stil von Tibet errichtet.

Aber auch die anderen Tempel können sich sehen lassen! Speziell der Tempel von Thailand und der von Kambodscha haben uns sehr beeindruckt.

Ein paar andere Tempel, die wir noch besucht haben:

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