Natürlich kann man in Japan ganz normal einkaufen, um zu kochen. Manche Sachen sind billiger, manche teurer als in Deutschland. Einheimisches Gemüse beispielsweise ist recht günstig, während Obst im Allgemeinen sehr teuer ist.


Wir haben uns recht viel von Supermarkt-Essen ernährt, aber waren auch immer mal wieder auswärts essen.



Dafür gibt es kleine schnelle Restaurants, bei denen man nach 10-15 Minuten auch wieder draußen ist. Das Essen reicht von Curry über Reisschüsseln mit Fleisch bis hin zu Nudelsuppen (und natürlich noch einiges mehr).





Dann gibt es noch die so genannten Family-Restaurants. Das ist so eine Art Zwischending aus richtigen Restaurant, in die man z. B. auch mit der Familie gehen würde, und Schnellrestaurants. Dort kommt das Essen auch recht schnell und ist im Normalfall recht einfach gehalten. In einem dieser Restaurants wurden wir sogar von einem kleinen fahrenden Roboter bedient!
Außerdem gibt es die Izakaya. Dort gibt es hochpreisigeres Essen und man bestellt meist nicht ein eigenes Gericht für sich selbst, sondern mehrere kleine Gerichte, die man miteinander teilt. Izakaya sind Restaurants für den Abend, wo man auch im Normalfall Alkohol trinkt.
Zum Beispiel waren wir einmal in einem Izakaya mit spezialisiertem Essen aus Hokkaido, der nördlichsten Hauptinsel Japans. Dort gab es dann zum Beispiel rohes Hühnchen und viel Käse.




Generell wird in vielen japanischen Restaurants übrigens am Eingang in einer Glasvitrine täuschend echtes Plastik-Essen ausgestellt. So kann man sich einen Eindruck verschaffen was es dort gibt.
Und was wir euch natürlich auch nicht vorenthalten wollen: Wir waren in ein paar ganz speziellen Restaurants bzw. Cafés. Ein paar davon wollen wir euch kurz vorstellen:
Das Alice im Wunderland Cafe
Davon gibt es etwa eine handvoll in Tokyo. Ich selbst war schon in zwei verschiedenen und wollte gern ein drittes ausprobieren, also sind wir zum Alice Café in Ikebukuro gefahren. Wir wurden von einer Angestellten mit sehr verrücktem Hut begrüßt und begegneten dann auch direkt ein paar „Karten-Soldaten“.


Als Vorspeise des Hauses haben wir „geschrumpfte“ Maissuppe (in Espresso-Tassen) bekommen sowie Kekse, zu denen uns die Bedienung (natürlich in Alice-Kleidung) erklärt hat, dass man schrumpft, wenn man sie isst!
Als Hauptgericht hatten wir Käserisotto und Omlett-Reis.
Zum Abschied gab es dann noch einen Tee, der uns wieder auf „unsere normale Größe“ zurückbringen sollte.
Alles in allem war das Café sehr schön eingerichtet, die Angestellten haben ihre Rolle wirklich gut gemacht und die Geschichte um Alice im Wunderland gut eingebaut.
Übrigens: Nein, das ist kein Café für Kinder. Wir haben dort nur Erwachsene und kein einziges Kind gesehen 😉



In Tokyo gibt es übrigens auch einen Alice-Shop, der Alice on Wednesday heißt. Dort geht man durch eine kleine Tür und kann dann allerlei Schmuck, Essen und Kleinigkeiten zum Thema Alice im Wunderland kaufen.



Maidcafés
Wer das Alice Café als abgedreht bezeichnet, sollte sich allerdings einmal die Maid Cafés in Japan ansehen. Dort wird man von wie Dienstmädchen gekleideten jungen Frauen bedient. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Konzepte! In vielen tragen die Maids kurze Kleider, die nur noch bedingt etwas mit Dienstmädchen-Kleidung zu tun haben und versuchen, sich so niedlich wie möglich zu geben. In anderen gibt es die regulären langen Kleider in unauffällig gehaltenen Farben und die jungen Frauen sind auch sehr viel ruhiger und bodenständiger.
Für die Erfahrung sind wir auch in ein Maidcafé gegangen. Da wir uns aber das volle Programm geben wollten, endeten wir bei einem Café, das folgende Geschichte hatte: Alle Angestellten waren in Wirklichkeit Katzen und haben deshalb Katzenöhrchen und Katzenschwänze getragen. Wir MUSSTEN sogar „nyanyan“ (das japanische „miau“) rufen, wenn wir irgendwas bestellen wollten! Denn Katzen hören schließlich nicht auf ein „Entschuldigung!“, wie uns eine der Bedienungen anfangs erklärt hatte.
Auf der Menükarte gibt es Getränke und kleine Gerichte, aber wir haben uns nur für etwas zu trinken entschieden. Dafür sollte es aber auch etwas sein, bei dem die Maids mit uns interagieren. Natürlich gibt es auch ganz normale Getränke, die einem einfach nur gebracht werden, aber wir haben uns für zwei Specials entschieden.
Das erste Getränk war ein Erdbeershake, auf den eine der Maids bei uns am Tisch mit Sirup etwas gezeichnet hat. Es wurde eine Katze!
Das zweite Getränk war ein Cocktail aus einem Shaker, bei dem wir zusammen mit der Maid, während sie geschüttelt hat, einen Spruch aufsagen mussten.
Bevor wir trinken durften, haben wir übrigens noch zusammen die Getränke lecker gezaubert!
Nach einer Stunde sind wir dann wieder gegangen und wurden von allen zusammen verabschiedet.


Ich selbst war vor ein paar Jahren ebenfalls für den Erfahrungswert schonmal in einem Maidcafé. Dort konnte man sich aussuchen, auf welche Weise die Maid einem das Getränk bringt. Ich habe mich für die „wütende“ Variante entschieden, bei der mir die Maid das Glas auf den Tisch geknallt hat, sich dann aber entschuldigt hat, denn wie könne sie denn wütend sein, wenn sie mich sieht.
Alles in allem ist zu sagen: Für solche Cafés muss man wirklich der Typ sein! Also was sind das für Typen, die in solche Cafés gehen? Wir haben viele männliche Jugendliche gesehen, aber auch einen etwas älteren Herrn, der in Begleitung einer Dame war. Auch ein junges Pärchen kam noch rein, kurz bevor wir gegangen sind.
Die Maids haben sich sehr um uns bemüht. Ab und an sind sie zu uns gekommen, um mit uns zu reden und von unserer Reise zu erfahren. Eine konnte sogar etwas Englisch.
Für uns war es eine lustige Erfahrung, die absolut zur Großstadt Tokyo passt!
Running Sushi mal anders
In Japan gibt es außerdem Sushi-Läden (ich kenne sie allerdings nur aus Tokyo), in denen wir auf einem Tablet bestellt haben und das Sushi dann vor uns auf einem Laufband angefahren kommt. Man kann es sich etwa so vorstellen wie beim Running Sushi, bei dem man nebeneinander vor einem Band sitzt. Das Essen bleibt aber dann dort stehen, wo man sitzt. Anschließend bestätigen wir auf dem Tablet, dass das Essen runtergenommen wurde, sodass das Band wieder für die nächste Bestellung genutzt werden kann.
Sweets Paradise
Als letztes wollen wir noch kurz das Sweets Paradise vorstellen, in dem wir waren, weil ich wusste, dass Chris Kuchen und Süßigkeiten liebt. Wir waren dort für eine Stunde und es ist, was der Name sagt: ein Paradies für Süßigkeiten. Damit sind vor allem Kuchen und andere Nachtische gemeint. Eine Stunde lang konnten wir uns mit all diesem Zeug den Bauch vollstopfen. Es gab auch noch Curry sowie Nudeln mit Sauce, um das ganze zwischendrin etwas zu neutralisieren, aber die nächste Runde haben dann wieder Kuchen und Pudding auf unsere Teller gefunden.
Ich musste etwas lachen, als wir nach der Stunde an einem Geschäft mit Kitkat vorbeigelaufen sind und ich meinte, dass wir das noch kaufen wollten und Chris Antwort war: „Ich kann nichts Süßes mehr sehen!“ Dass wir mal an diesen Punkt kommen…





