Es war einmal am frühen Abend in Gyeongju ein Essenstand, der Goldtaler verkaufte. Diese waren aus Waffelteig hergestellt und enthielten etwas, das sich nicht recht bestimmen ließ.
Auf ihrem Weg zum beleuchteten Park kamen ein Junge und ein Mädchen an diesem Essenstand vorbei, der viel Laufkundschaft anlockte und sie wollten auch von den Goldtalern probieren.
Wie aber bestellen auf einer Sprache, die sie nicht verstanden? Wie viel kostete ein Taler? Und was war darin? Gab es verschiedene Füllungen? Wie sollten sie auswählen? Nirgendwo waren Bilder und was die Koreaner sagten, verstanden sie nicht.
Nach ewigem Hin und Her, ob sie das Wagnis der Bestellung wirklich eingehen sollten, entschieden sie sich doch dafür, sich in die Schlange zu stellen. Die beiden achteten genau darauf, was die anderen sagten und ob sie auf etwas deuteten. Aber nichts. Es war zum verrückt werden. Welche Möglichkeiten gab es für die Füllung der Taler und wie sollten sie nur entscheiden und sich verständlich ausdrücken??
Schließlich kamen sie der Bestellung näher und näher. Die Aufregung wuchs.
Und dann war es soweit.
Was würde passieren?
Würden sie ihren heißersehnten Goldtaler probieren können?
Koreanisch traf auf Unverständnis.
Zögernd hob das Mädchen einen Finger in die Höhe. „One.“
Ein Blick der Koreanerin. Ein Rufen an ihre Kollegin.
3000 Won wurden gezahlt.
Und schon war die nächste Person dran.
Sollte es wirklich so einfach gewesen sein?? Oder mussten sie nun der Person, die die Taler backte, ihre Wünsche überbringen?
Doch all die Angst war umsonst!
Eine Minute später standen die beiden mit einem waffelartigen Taler in der Hand vor dem Stand.
Es war so einfach gewesen!
Und der mit geschmolzenem Käse gefüllte Teig war all die Aufregung wert.
Hätten sie es doch nur schon früher versucht!

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In der Reihe „Es war einmal…“ wollen wir unregelmäßig und für den einen mehr, den anderen vielleicht weniger interessante kurze Episoden aus unserem Alltag in Geschichtsform beschreiben.
