Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel haben wir kurz noch in Mobile, der Hauptstadt von Alabama, Halt gemacht. Allerdings war dort nicht allzu viel los und nicht das schönste Wetter, weshalb wir ziemlich bald weiter sind.








Zwischen Mobile und New Orleans steht auch noch der Biloxi Leuchtturm, der 1848 gebaut wurde, und dem wir einen kleinen Besuch abgestattet haben.

New Orleans ist die beliebteste Stadt im Bundesstaat Louisiana (1840 war sie sogar die drittbeliebteste Stadt in ganz USA) – und das können wir nur unterschreiben!
Wir haben dort zwei Nächte verbracht und die Stadt bleibt uns in sehr guter Erinnerung.
Untergekommen sind wir in einem Hostel, das in einem alten Haus seinen Sitz hat. Nach und nach hat der Besitzer immer mehr der umliegenden Häuser gekauft, sodass mittlerweile fast ein ganzer Block Teil des Hostels ist. Es hatte sogar einen Pool und vor allem das Haupthaus und die Außenbereiche waren in einem ganz eigenen New Orleans-Stil eingerichtet.



Von unserem Hostel aus konnten wir mit der historischen Straßenbahn direkt ins Zentrum fahren. Auch der äußerst schlecht gelaunte Schaffner, der so ziemlich alle Mitfahrenden einmal angepampt hat, konnte uns den Tag nicht vermiesen!


Die Stadt ist sehr stilvoll mit ihren spanischen Kolonialbauten. Eigentlich war sie von 1718 bis 1763 in französischer Hand, daher auch der Name des beliebten Viertels „French Quarter“, allerdings ist nur noch ein Gebäude wirklich aus dieser Zeit. Viele andere Gebäude wurden in der anschließenden spanischen Zeit bis 1802 gebaut, bevor die Stadt wieder für ein Jahr an die Franzosen überging und dann Teil der United States of America wurde.








Nur wenige Tage bevor wir in der Stadt waren, war dort Mardi Gras, ein ziemlich aufgedrehtes Faschings-Fest, das riesig mit Straßenumzügen gefeiert wird. Leider haben wir es um ein paar Tage verpasst, aber haben noch in fast allen Bäumen an den großen Straßen bunte Perlenketten gefunden, bei denen wir davon ausgehen, dass sie noch von der Parade stammen.
In der Bourbon Street kann man aber noch einen kleinen Eindruck von den Feierlichkeiten bekommen (wahrscheinlich das ganze Jahr über), denn die Straße ist als Partymeile bekannt. Das Schöne daran: Auch hier sind die Häuser historisch gehalten! Natürlich haben wir uns dort auch aufgehalten und eines der beliebtesten Getränke, „hand grenade“, probiert.





Um die 1720er wurde durch die Sklaven die Voodoo-Kultur nach Louisiana gebracht. Vor allem in New Orleans wurde diese unter der afroamerikanischen Bevölkerung mehr oder weniger offen praktiziert (verboten war sie nie). Auch heute sieht man noch viele Hinweise darauf. Es gibt Läden, die das Wort Voodoo im Namen haben, aber auch viele Souvenirs, Restaurants usw. weisen darauf hin. Es gibt sogar Voodoo-Touren! Wir haben uns tatsächlich auch für eine Tour entschieden – eine auf Spenden basierte Geistertour. Sie führte in 1 ½ Stunden zu verschiedenen Stellen im French Quarter, wo unheimliche Dinge passiert sind – aber auch zu Drehorten von Horrorfilmen und –serien, zum Beispiel American Horror Story Coven.




Vor dem Weiterfahren haben wir dort übrigens noch „Gator Balls“ gegessen. Das waren Fleischbällchen, die aus Alligator gemacht sind, und dazu gabs noch Teigtaschen mit Krebsfleisch. Beides hat super geschmeckt!

Einen ganz kleinen Abstecher haben wir auf unserer Weiterfahrt dann nach Baton Rouge gemacht, die Hauptstadt von Louisiana. Aber weil dort wirklich nicht viel los war und uns außer der unglaublich großen Anzahl an Parkplätzen mitten in der Innenstadt nicht wirklich etwas aufgefallen ist, sind wir auch direkt weiter.


