Von Lumbini sind wir mit dem Touristenbus nach Bharatpur gefahren. Das ist die drittgrößte Stadt Nepals und liegt etwa 30 Minuten entfernt zum Chitwan-Nationalpark. Da der Bus dort entlangfährt, haben wir uns dort einen Schlafplatz gesucht und entschieden, vor Ort eine Tour zu buchen, die uns den Nationalpark näher bringt. Normalerweise fahren die Touristen mit dem lokalen Bus zum Eingang des Nationalparks und schlafen dann direkt dort in den zahlreichen Hotels, allerdings hatten wir uns dagegen entschieden und wollten stattdessen eine geführte Tour von der Stadt aus machen. Letztendlich war alles aber viel komplizierter als gedacht (ihr könnt mehr dazu im Eintrag Wie bucht man Touren und Mehrtages-Trekking in Nepal? lesen). Am nächsten Morgen saßen wir schließlich aber doch in einer Rikscha, die uns die halbe Stunde nach Sauraha, zum Nationalpark, gefahren hat.
Dort hat unser Tourguide auf uns gewartet. An sich hatten wir (mal wieder) eine private Tour, allerdings werden die Jeeptouren von verschiedenen Unternehmen genutzt, sodass ein Jeep mit verschiedenen Gruppen befüllt wird. Wir waren ca. zehn Personen plus Fahrer und unserem Guide, der dann im Grunde auch Anweisungen für die anderen Teilnehmenden gegeben hat. Ein wenig lustig war es aber, dass er uns in die erste Reihe dirigiert hat und dann auch oft relativ leise nur uns beiden auf Englisch einige Dinge erklärt hat, obwohl auch noch zwei andere Europäer sowie viele nepalesische Touristen mit im Jeep saßen.


Die Tour war eine vierstündige Fahrt durch einen Teil des Parks. Aber bevor wir den Jeep besteigen konnten, ging es mit einem Boot über einen kleinen Fluss, in dem auch Krokodile geschwommen sind.



Und dann sind wir mit dem Jeep etwa drei Stunden durch den Park gefahren. Wir haben viel Glück gehabt und auch wilde Bären, Nashörner und Elefanten gesehen, was wohl nicht allzu oft vorkommt! Leider hat sich kein Tiger blicken gelassen, aber man kann ja nicht alles haben.
Manche von den Tieren waren sehr scheu, wie man vor allem an den Nashörnern gemerkt hat. Wir hatten welche im Fluss gesehen, die aufgrund unserer Geräusche aber nicht näher gekommen sind. Während andere an einer winzigen Siedlung direkt neben unseren Jeeps nach Essen gesucht haben.










Ein Teil der Tour war auch ein kurzer Zwischenstop bei einer Krokodil-Aufzuchtstation. Durch die Umweltverschmuzung sind diese Art der Krokodile in Nepal mittlerweile vor dem Aussterben bedroht, deshalb wurde diese Aufzuchtstation errichtet, um sie anschließend in die Flüsse im Chitwan-Park zu entlassen.


Letztendlich hat dieser Tag meinen Schuhen, die ich erst drei Monate zuvor in Mexiko gekauft hatte, aber dann auch den Rest gegeben.


