Unser Weiterflug ging nicht von Tokyo, sondern von Osaka aus, deshalb haben wir am Ende unseres Japanaufenthalts nach Kyoto noch drei Tage dort verbracht. Hauptsächlich wollten wir sie nutzen, um noch einkaufen zu gehen und ein (weiteres) Päckchen mit Dingen nach Hause zu schicken, die wir nicht noch weiter mit uns rumtragen wollten. Allerdings lief es dann natürlich, wie es immer läuft: Man hat doch ein paar mehr Pläne als gedacht.
Überrascht hat uns vor allem, dass es so schwierig war, in Osaka noch eine Unterkunft zu finden. Ja, wir waren spät dran, aber das war ich bei meinem Kurztrip übers Wochenende nach Osaka zwei Wochen vorher auch und da war es kein Problem eine Unterkunft für ca. 10 Euro pro Nacht zu finden. Diesmal aber waren wir davon recht weit entfernt. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass es an einem Fest, „Obon“, liegt, das etwa eine Woche lang Mitte August stattfindet. Ich wollte diesem Fest unter allen Umständen ausweichen, weil ich wusste, dass genau das passieren würde, aber wir sind letztendlich aufgrund der Flugpreise doch ein wenig später geflogen als angedacht. Ich hatte gehofft, dass wir den Feiertagen ausweichen können, aber weil wir dann doch genau in das Wochenende gerutscht sind, das den Anfang der Urlaubswoche markiert, wurde alles ein wenig teurer.
Letztendlich habe ich es über Kontakte geschafft, in meinem Hostel, in dem ich vor neun und nochmal vor acht Jahren gearbeitet habe, noch zwei Einzelzimmer zu reservieren. Zwar ohne Klimaanlage, was auf jeden Fall hart werden würde, aber zumindest kannten wir uns dort schon aus und ich konnte nochmal ein gutes Stück Nostalgie erleben.
Meine ehemalige Kollegin im Hostel, die uns die Zimmer verschafft hatte, saß bei unserer Ankunft gerade an der Rezeption. So konnte ich auch sie nochmal sehen und hallo sagen.
Am Abend waren wir im Teamlab Botanical Garden Osaka. Das ist vom gleichen Unternehmen wie auch das interaktive Museum, in dem wir vor einem Jahr in Tokyo waren. Der Unterschied in Osaka ist, dass die Lichtinstallationen in einem Park angebracht wurden. Der Park hat dafür nur abends ein paar Stunden offen, also sind wir direkt am ersten Abend hingegangen. Weiteres dazu findet ihr im nächsten Artikel, der hauptsächlich aus Bildern bestehen wird.
Am zweiten Tag waren wir abends noch ein bisschen in der Innenstadt und haben außerdem endlich mal wieder Gyoza gegessen – eine Art japanische Maultaschen.





Am Tag vor unserer Abreise habe ich nochmal Mitamo getroffen, die eigentlich in der Nähe von Tokyo wohnt, aber zufällig an diesem Tag nach Osaka gereist ist. Wir haben uns auf einen Kaffee getroffen und über die vergangenen acht Jahre gequatscht, die wir uns jetzt schon kennen.
Anschließend waren Chris und ich noch auf einem Fest zum Gedenken der Ahnen. Es war sehr beeindruckend, das ganze Feuer zu sehen. Auch getanzt wurde dort – alte traditionelle Tänze, an denen jeder, der die Schritte zumindest ein wenig beherrschte, teilnehmen konnte. Wir haben einige Menschen in Yukata, der japanischen Sommerkleidung, gesehen und auch Essensstände und Stände mit typischen Spielen für Kinder gab es, wie es auf einem japanischen Fest so üblich ist. Das Ganze hat etwa 20min zu Fuß von uns entfernt im 593 n. Chr. gebauten Shitennoji stattgefunden, einem der ältesten Tempel Japans und der erste, der vom Staat gebaut wurde. Die Atmosphäre war dadurch doppelt schön.










Und damit ging unsere erneute Reise durch Japan auch zu Ende. Viel wird es diesmal im Review-Artikel nicht zusammenzufassen geben, weil wir unsere Eindrücke ja schon im vergangenen Jahr geschrieben haben, aber wir haben, wie erwähnt, ja auch noch den Artikel zum Botanical Garden für euch!
