Eigentlich wollten wir in Miyazaki übernachten, allerdings war dort alles so teuer, dass wir uns für eine kleinere Stadt in der Nähe, Aoshima, entschieden haben. Gute Idee, denn dadurch waren wir näher an den Orten, die wir sowieso ansehen wollten.
Zuerst ist es für uns nach Nichinan gegangen. Dort stehen die einzigen kompletten Maoi-Statuen der Welt – abgesehen von denen auf den Osterinseln natürlich. Sie sind zwar „nur“ Replikate, aber dafür die einzigen, die mit offizieller Erlaubnis aufgestellt wurden, als Dankeschön dafür, dass Japan in der Vergangenheit bei Reparaturen der Figuren auf den Osterinseln geholfen hat.



Es war der wohl heißeste Tag bisher auf unserer Reise. Zwischen 26 und 28 Grad wurden uns angezeigt (an einem 13. November!) und nach heftigen Regenfällen in der Nacht davor war der Himmel ab 10 Uhr wieder strahlend blau.
Unser nächster Stop und eigentlicher Grund für die Fahrt nach Miyazaki bzw. Nichinan war die Höhle, die dem Enkel der Sonnengöttin Amaterasu, also dem ersten japanischen Kaiser Jimmu (711-585 v. Chr.), gewidmet wurde.





Ich habe dann noch einen kleinen sportlichen Abstecher zu einem anderen Schrein an der Küste gemacht. Eine ältere Frau mit ihren drei Enkelkindern ist mir dabei über den Weg gelaufen, sonst war alles sehr verlassen (außer vielen Krebsen und einer Schlange, die mir den Weg versperren wollte). Aber diese Abgeschiedenheit hat es zu etwas Besonderem gemacht.
Abends waren wir noch beim „Waschbrett des Teufels“ – einer Felsenformation, die durch das Meer entstanden ist und Ähnlichkeit mit einem riesigen alten Waschbrett hat. Und natürlich wurde dort auch ein Schrein gebaut 😀


Das Tolle an unserem Hostel war übrigens, dass es ein Onsen dabei hatte. Das sind öffentliche Bäder, die ihr Wasser direkt von einer heißen Quelle beziehen, die es in Japan zu Hauf gibt. Generell wird nackt gebadet, deshalb sind in den meisten Bädern auch Männer und Frauen getrennt. Wir haben an beiden Abenden das heiße Wasser mit Außenbad und Sauna genossen, bevor wir uns an weitere Planungen für die kommenden Wochen gemacht haben.
