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Cienfuegos und El Nicho

Cienfuegos ist eine alte Stadt in einer Bucht relativ zentral in Kuba gelegen. Wir haben dort zwei Tage verbracht. Den ersten Tag mit einer Stadtführung, während der wir viel über die Architektur und wichtigen Bauten der Stadt kennengelernt haben. Es gibt zum Beispiel ein altes Theater und viele französische Bauten, da die Stadt von den Franzosen während der spanischen Kolonialzeit gegründet wurde – etwas, was sie besonders macht.

Mit einem kleinen Zug sind wir anschließend durch die Stadt gefahren und bei „Der Schönen und das Biest“ ausgestiegen. Das eine ist ein alter Palast, in dem heute ein Restaurant zu finden ist. Der Palast hat drei verschiedene Türme: Einer ist im römischen Burgstil gebaut. Er steht für Stärke. Einer ist im arabischen Stil gebaut. Er steht für die Religion. Und einer ist im indischen Palaststil gebaut. Er steht für die Liebe. Dieses Gebäude wird als „die Schöne“ bezeichnet. Wo ist also das Biest? Es steht ziemlich direkt gegenüber. Es ist ein einfaches Hotel. Ziemlich schlicht und schmucklos. Angeblich war der Plan, dass sich dort die Mafia einquartiert. Letztendlich ist es nie dazu gekommen (oder so sagt man…), aber fertiggestellt wurde es trotzdem.

Strand oder Wasserfall? Diese Frage mussten wir uns an dem Tag dann noch stellen. Wir wollten eigentlich am nächsten Tag zur Schweinebucht fahren. Dort hatten die USA 1961 eine Invasion Kubas mit Exilkubanern organisiert, mussten aber aufgrund der guten Vorbereitung Kubas und Nahrungsmangel ihrerseits aufgeben. 104 der Angreifer starben, rund 1400 wurden gefangen genommen. Wir wollten uns diesen Ort ansehen und ein wenig mehr über die Geschichte erfahren. Aber die Benzinknappheit ist uns mal wieder in die Quere gekommen. Es wäre viel zu teuer gewesen, dorthin zu fahren – vor allem weil wir gar nicht richtig wussten oder herausfinden konnten, was es dort eigentlich zu sehen gibt.

Dafür wurde uns aber von unserer Casa-Besitzerin wärmstens ans Herz gelegt, El Nicho zu besuchen. Ihr erinnert euch an den Wasserfall, den wir von Trinidad aus eigentlich besuchen wollten, wo es aber hieß, er wäre zu weit weg und wir sollten lieber zum Wasserfall Vegas Grande gehen?

Letztendlich haben wir zugestimmt und sind mit einem anderen Pärchen in einem „Collectivo-Taxi“ zu El Nicho gefahren. Diese Taxis werden am Tag vorher bestellt und dann fährt der Fahrer zum entsprechenden Ort, wo er eine bestimmte Zeit angibt, wann wir wieder da sein sollen. Das war alles sehr unkompliziert. Unsere Casa-Besitzerin hat es für uns organisiert und die Fahrt mit dem belgischen Pärchen verlief auch problemlos. Wir hatten dort 2 ½ Stunden Zeit, die gut gereicht haben ohne dass wir uns total stressen mussten.

Nicht nur der Wasserfall ist wunderschön, sondern auch die ganze Umgebung. Es hat sich wie im Paradies angefühlt. Und wir konnten auch hier wieder im Wasserfall baden.

Als wir am nächsten Tag weitergefahren sind – es ging zurück nach Havanna – gab es noch zwei Überraschungen für uns: Die Busfahrt ging nämlich an der Schweinebucht entlang. Wir haben einige Gedenksteine gesehen sowie ein Museum. Auch der Strand war wirklich wunderschön. Auch wenn wir dort nicht wirklich Zeit verbracht haben, sind wir froh, dass wir zumindest ein klein wenig Zeit dort hatten und ein bisschen was vom Bus aus sehen konnten.

Die andere Überraschung war wesentlich unerfreulicher. Darüber könnt ihr alles in unserem kommenden Artikel „Es war einmal… der Traum vom Segeln“ nachlesen.

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