Nach der stressigen Anreise haben wir uns recht früh ins Bett gelegt. Für den nächsten Tag mussten wir nämlich wieder fit sein! Wir hatten uns etwas ausgedacht, was wir beide noch nicht gemacht hatten: eine zweistündige Reittour von der Hacienda Guachipelín zu einem Wasserfall. Unser Bus zur besagten Hacienda (der einzige an dem Tag!) ist morgens um 6.40 Uhr losgefahren und hat uns nach 30 Minuten etwa 3-4 Kilometer vor der Hacienda abgesetzt. Diesen Strecke sind wir dann also den Berg hoch gelaufen. Unsere Tour sollte um 10 Uhr starten und der (einzige!!) Bus zurück fuhr um 13.15 Uhr. Wir hatten also ein straffes Programm. Wenn wir um Punkt 12 Uhr wieder zurück sein und den Weg zur Bushaltestelle laufen würden, wären wir etwa gegen 12.45 Uhr an der Haltestelle. Das sollte machbar sein. Solang der Bus und das Ende der Tour pünktlich waren. Soweit die Theorie.

Und anders als viele unserer Es war einmal-Geschichten geht diese hier sogar ohne große Probleme besser aus als erwartet! Wir sind gegen 8 Uhr in der Hacienda angekommen und haben uns dort direkt gemeldet, dass wir schon da sind. Daraufhin wurden wir gleich gefragt, ob wir nicht die Tour schon um 8.30 Uhr machen wollen – da wir ja jetzt schon da sind. Wir haben zugestimmt und dann ging es auch schon direkt los!


Mit meinem Centenario und Chris‘ Gallo sowie unserem Guide Eric auf seinem Pferd (ich weiß leider nicht wie sein Pferd heißt…) sind wir hauptsächlich durch Wälder geritten. Und zwar nur zu dritt. Gallo war dabei das Leitpferd, während Centenario hinter ihm geritten ist. Man hat sehr schnell mitbekommen, dass Letzterer allerdings auch sehr gern mal vorne wäre, Gallo hat ihn aber nie gelassen. Immer wenn Centenario einen Versuch gestartet hat, ist Gallo ein wenig schneller geritten. Wir hatten viel Spaß damit, vor allem, weil Centenario auch gerne mal einen eher engeren Weg durchs Gestrüpp gesucht hat. Uns wurde anfangs erklärt, wie man Pferde zum Laufen, Stehen und Richtung wechseln bringt, aber letztendlich wussten die Pferde selbst sehr gut Bescheid. Nur ich musste Centenario manchmal ein wenig daran erinnern, wo der Weg eigentlich langgeht.






Nach etwa 1h 15min Reiten sind wir am Wasserfall Oropendola für einen Zwischenstopp zum Baden angekommen. Eine Gruppe anderer deutschsprachiger Touristen war auch da – allerdings ohne Pferde. Ansonsten war alles relativ ruhig und der Oropendola auch ein wirklich schöner kleiner Wasserfall.
Nachdem wir uns genug erfrischt hatten, ging es auf dem Rücken der Pferde wieder zurück.




Letztendlich war der Ausflug doch 2 ½ Stunden lang, sodass wir unseren Bus wahrscheinlich nicht bekommen hätten, wenn wir die gebuchte 10 Uhr Tour gemacht hätten.
Der Ausritt war sehr schön und hat viel Spaß gemacht! Natürlich tat uns danach ein paar Tage der Hintern weh… Aber das war es wert!

Hey, leider kann man die hübschen aussagekräftigen Fotos dieses Beitrags nicht anklicken …
Danke für den Hinweis. Das haben wir behoben.