Costa Rica stand bei uns nie wirklich auf dem Plan. Wieso sind wir also trotzdem hier?
Wir brauchten von den USA aus einen Zwischenstopp in einem Land, von dem aus wir nach Kuba einreisen konnten. Die USA verbietet nämlich direkte Flüge dorthin. Deshalb haben wir uns hingesetzt und rausgefunden, dass uns die billigste Route über Costa Rica führen würde. Also wollten wir fünf Tage in Costa Rica verbringen. Je weiter wir aber geplant haben und je mehr Wochen wir in die Zukunft gedacht haben, desto mehr hat sich herausgestellt, dass wir eigentlich mehr Zeit in Costa Rica verbringen könnten. Aus fünf Tagen wurden zehn und aus zehn Tagen wurden sechzehn.
Liberia war hauptsächlich unser erster Stopp, weil der Flug dorthin am günstigsten war. Aber auch, weil man von dort aus sehr gut den Weg über tolle Regionen nach San José machen kann, von wo aus dann unser Weiterflug nach Havanna geht. Also sind wir von San Francisco nach Liberia geflogen.
Mit sechzehn Tagen auf eigene Faust durch Costa Rica reisen kann man zwar immer noch nicht all das sehen, was man gern sehen würde, aber irgendwo mussten wir ja Abstriche machen. Also haben wir uns für die Route Liberia – La Fortuna – Poasito – Jacó – San José entschieden.
Es kam so, dass wir Liberia am Mittag des Ostersonntag erreicht haben. Nach einem für uns recht sinnlosen dreistündigen Mitternachtsflug nach Minnesota, durften wir uns in den Flieger nach Costa Rica setzen, der nochmal ca. fünf Stunden gedauert hat. Wirklich schlafen war auf beiden Flügen ein wenig schwierig (Zumindest für mich. Chris hat sogar den Start verschlafen!), also sind wir ein wenig geschafft in unserem Hostel in Liberia angekommen. Wir hatten allerdings schon in den USA rausgefunden, dass es ganz in unserer Nähe eine Ostermesse mit Umzug gab. Also sind wir um 16 Uhr dorthin. Dass die Messe 1 ½ Stunden geht und wir kaum bis gar nicht geschlafen hatten, ist uns erst dort auf- bzw. wieder eingefallen. Trotzdem haben wir uns durchgekämpft, wurden mit Weihwasser beträufelt und haben dann die Prozession vom Friedhof ein Stück mitgemacht! Als wir an der Abbiegung zu unserem Hostel vorbeigekommen sind, haben wir die Gelegenheit allerdings genutzt und haben uns heimlich aus dem Staub gemacht.




Wir haben also noch im nahegelegenen ATM Geld abgehoben (eine Geschichte dazu findet ihr hier), sind einkaufen gegangen und haben unsere Unterkunft bezahlt, bevor wir ins wohlverdiente Bett gefallen sind.
