Wir haben lange hin und her überlegt. Von Battambang kann man mit dem Bus für 10 Euro in drei Stunden nach Siem Reap fahren. Oder man nimmt das Boot, das sechs Stunden braucht und 30 Euro kostet. Weil wir schon so oft in diesem Jahr mit dem Fernbus gefahren sind, haben wir uns letztendlich für die Bootsfahrt entschieden. Hauptsächlich, weil man dabei laut Internetrezensionen viele schwimmenden Dörfer sehen kann. Wir wollten in Siem Reap sowieso einen Tagesausflug zu einem dieser Dörfer machen, haben dann aber beschlossen, dass wir den Tagesausflug nicht machen sondern stattdessen die Fahrt von Battambang nach Siem Reap mit dem Boot.
Generell waren wir sehr froh über die Informationen, die wir durch andere Reisende online bekommen haben. Es stand in vielen Rezensionen, dass die Bootsfahrt Betrug sei, denn man wird 20 Kilometer vor Siem Reap im Nirgendwo abgesetzt, Internet gibt es dort nicht und man hat keine Wahl als überteuerte Tuk Tuks zu nehmen, bei denen sich laut Reisenden die Preise zwischen fünf und dreißig Dollar bewegt haben. Außerdem wäre das Boot sehr unbequem, vollgestopft und die Fahrt würde nach 20 Minuten langweilig werden. Wir haben uns trotzdem dafür entschieden, weil wir mittlerweile schon viel mitgemacht haben und dachten, dass es ja nicht SO schlimm werden könnte. Außerdem hat die Info mit den Tuk Tuks geholfen, sowas wir uns bei unserem Hotel in Siem Reap einen Abholservice für fünf Euro bestellt haben und uns dadurch nicht mit Preisverhandlungen vor Ort herumschlagen mussten.
Teilweise müssen wir den Rezensionen Recht geben. Wir waren letztendlich über sieben Stunden auf dem Boot. Es war recht hart, auch wenn es Sitzpolster gab, und spätestens nach etwa der Hälfte der Fahrt hatte man das Gefühl, man hat alles gesehen. Allerdings war das Boot bei uns nicht allzu vollgestopft, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass Regenzeit ist und deshalb nicht ganz so viele Touristen unterwegs sind. (Nein. Es hat glücklicher Weise nicht geregnet!)
Trotzdem war die Fahrt interessant! Wir haben viele Dinge gesehen und es war spannend zu beobachten, wie Fahrgäste unterwegs ausgestiegen sind oder Pakete ausgeliefert wurden. Auch die schwimmenden Dörfer konnten wir hautnah erleben. Wir haben sogar einen Zwischenhalt in so einem Dorf gemacht, wo wir für ein paar Minuten aussteigen konnten.
Alles in allem sind wir froh, dass wir es gemacht haben, aber sind auch der Meinung, dass wir es kein zweites Mal brauchen.







































Beeindruckend (nicht unbedingt im positiven Sinne) das Leben der Laoser (?) Menschen auf dem Wasser. Sie leben wirklich sehr ärmlich – trotzdem das Fernweh tippt wieder auf die Schulter …
Nein, ist ja noch Kambodscha!