Unsere letzte Station vor der Hauptstadt und unserem anschließenden Heimflug war das Städtchen Nahin. Es wurde online (unter dem Namen Ban Nahin) empfohlen, aber gleichzeitig war es auch sehr schwierig zu finden. Der Ort hat verschiedene Namen, wie zum Beispiel Ban Nahin, Nahin, Ban Khoun Kham und Na Hin Village. Wenn man auf Google aber „Ban Nahin“ eingibt, findet man ein sehr kleines Dorf eine Stunde entfernt vom eigentlichen Nahin. Wir haben viele Tage überlegt, wie wir es dorthin schaffen sollen, bis wir irgendwann herausgefunden haben, dass es das falsche Ban Nahin ist. Zum Glück haben wir das herausgefunden, bevor wir los sind.
Die Fahrt dorthin war sehr unkomfortabel. Wir sind rund fünf Stunden mit einem „Jumbo Tuk Tuk“ gefahren. Elf weitere Leute saßen mit uns darin und in der Mitte zwischen den beiden Sitzbänken waren unzählige Kartons, die uns daran gehindert haben, unsere Beine zu bewegen. Auf dem Foto sieht man das Fahrzeug noch „unbeladen“:






Wir haben es letztendlich gut dorthin geschafft und das kleine Dorf ein bisschen zu Fuß erkundet. Nahin ist übrigens auch Teil des Thakhek-Loops, von dem wir im letzten Artikel geschrieben haben.
Eigentlich gibt es, wenn man nur einen Tag dort ist, nur zwei Dinge zu tun: Einen Wasserfall erkunden und zur ca. 50km entfernten Konglor-Höhle zu fahren. Den Wasserfall haben wir uns am ersten Tag angesehen, wobei dieser Weg wahrscheinlich der unausgebauteste Weg von allen war, die wir bis jetzt gemacht haben. Anfangs konnten locker Autos auf der Strecke fahren. Es ging ein Stück auf einem breiten Weg entlang, aber um weiter zu kommen, mussten wir nach wenigen Metern erstmal unsere erste Hürde überstehen: ein Bach ohne Brücke. Also gleich zu Anfang sind wir dort erstmal barfuß durchgewatet und ich habe meine Strumpfhose geopfert, damit wir unsere Füße zumindest noch ein bisschen trocken bekommen.


Aber das war natürlich nicht alles. 10 Minuten später kam schon gleich der nächste. Außerdem lag dann auch noch der eine oder andere Baumstamm quer über den Weg.



Ab da wurde es dann auch ein wenig enger – so weit, dass wir am Ende wirklich durch den Dschungel gekrochen sind und gegen Pflanzen und Spinnweben ankämpfen mussten. Letztendlich sind wir bei einer Art Wasserfall angekommen, allerdings wussten wir, dass es nicht der ist, den man normalerweise besucht. Unsere Wander-App hat den Wasserfall nämlich noch rund 500m weiter markiert und auch auf einem der wenigen und überwucherten Schildern im Wald stand ebenfalls „noch 500 Meter“. Wir konnten keinen Weg mehr finden außer den über die großen Steine im Fluss, aber das sah uns dann für ein spontanes Abenteuer doch ein wenig zu gefährlich aus, also haben wir aufgegeben und umgedreht.




Irgendwo auf halber Strecke hatten wir übrigens ein Rascheln im dichten Gebüsch gehört. Wir hatten mit allem Möglichen gerechnet, waren dann aber erleichtert und überrascht eine Kuh zu finden. Sie sollte aber nicht die einzige sein, die wir auf dem Weg sehen würden.



Letztendlich hatten wir trotz unserer verfrühten Umkehr einen ereignisreichen Tag und sind überrascht, dass dieser Wasserfall in der Umgebung so angepriesen wird. Er ist wirklich nicht sehr leicht zu erreichen und man darf wirklich keine Angst vor Natur, Insekten und Kühen haben.

Eine interessante Dschungeltour – angefangen von der Beförderung dahin.
Beim zweiten Bach sah man die Lust auf mehr !
Am meisten beeindruckt haben mich aber die weißen Söckchen von Chris …
Oh Mann – Abenteuer pur. So kurz vorm Heimflug wolltet ihr doch nicht von irgendwelchen wilden Tieren gefressen werden. Schon beim Lesen bekam ich leichte Angstzustände.