In Merida hatten wir eine der schönsten Unterkünfte unserer Reise – bis jetzt. Es war eine alte Hacienda, die renoviert wurde. Wir hatten ein Doppelzimmer darin, eines von vielen, das thematisch eingerichtet war. Es gab einen Pool (den wir allerdings nicht genutzt haben) und sehr viele Sitzmöglichkeiten sowie eine Küche. Wir waren sehr froh, dass wir in dieser Hacienda die letzten zwei Nächte bekommen haben, die im Februar noch frei waren.


Merida war ein wenig unser Startpunkt für einige Orte, die wir uns angesehen haben. Insgesamt haben wir drei Nächte in Merida verbracht, die teilweise auch sehr entspannend waren.
Am ersten Tag haben wir uns die Stadt angeguckt und sie als nicht sonderlich schön empfunden. Deshalb haben wir uns für eine Free Tour (im Sinne von „Zahl im Anschluss, was dir die Tour wert war“) entschieden, damit sie uns die schöneren Ecken zeigt. Tatsächlich hat uns diese Tour sehr geholfen.
Zum Beispiel haben wir auch das weltweit größte Kruzifix in einem Gebäude gesehen.






Außerdem hat der Guide uns empfohlen, an dem Abend eine kostenlose Vorstellung von Mexikanischen (mit leichtem kubanischem angehauchten) Tänzen anzusehen, die in der Stadt stattfanden. Das konnten wir uns natürlich nicht nehmen lassen.



Wir sind einmal auch im angegepriesenen Café Frühstücken gewesen.

Am zweiten Tag sind wir mit dem Colectivo zur Hacienda Yaxcopoil gefahren. Das ist ein alter Landsitz aus dem 17. Jahrhundert mit Fabrik, den man besichtigen konnte. Zu seiner Hochzeit gehörten knapp 90km² Land dazu. Heute sind es nur noch knapp 3%.











Hier ist vielleicht der richtige Zeitpunkt, um zu erklären, was ein Colectivo ist. Das sind in Mexiko eine Mischung aus Taxi und Bus. Natürlich haben wir nur begrenzt Erfahrungen damit gemacht, sodass sie in anderen Städten natürlich unterschiedlich sein können.
Unsere Erfahrungen sind: Es gibt Startpunkte für Colectivo, wo die Kleinbusse meist erst losfahren, wenn sie voll sind. Es gibt keine bestimmte Uhrzeit dafür. Dann kann man meist dort aussteigen, wo man möchte, sofern es auf dem Weg liegt. Manche Colectivo fahren innerhalb einer Stadt, während andere Städte miteinander verbinden.

Oft gibt es keine Einzel-Sitze, sondern einfache Sitzbänke – manchmal auch parallel zur Fahrtrichtung
Von Merida über einen Umstieg in Uman nach Yaxcopoil hat es uns insgesamt pro Person 1,07 Euro gekostet. Da ist eine Fahrzeit von rund einer Stunde plus ca. 20min Wartezeit.
Außerdem sind wir von Merida aus auch noch nach Izamal gefahren (übrigens auch mit dem Colectivo). Die Stadt ist hauptsächlich in Gelbtönen gefärbt. Auf dem Weg eine alten Pyramide hoch haben wir auch noch einen Tourguide getroffen, der ein wenig Deutsch konnte und uns einiges erzählt und uns zu einem Hängemattenhersteller mitgenommen hat.









