Nach Orten wie Neuseeland, Japan und Hawaii in Mexiko anzukommen war eine andere Sache. Die Menschen, Kultur und Lebensweisen sind so unterschiedlich, dass wir uns erstmal ein bisschen „einleben“ mussten. Uns sind während unserer Reise einige Besonderheiten aufgefallen:
Vor allem in Puerto Vallarta sind uns erstmal die teils abnormal hohen Bürgersteige aufgefallen. Teilweise über zwei Meter hoch, aber ein Geländer gibt es nicht (leider haben wir ausgerechnet davon kein Bild). Generell variiert die Höhe der Bürgersteige oft von Haus zu Haus. Man muss also immer aufpassen nicht zu stolpern.




Sehr beliebt sind in Mexiko wohl Puppen – offenbar oft auch mit religiösem Hintergrund. Es gibt Spezial-Läden für Puppen genauso wie Läden, die ausschließlich Puppenkleidung verkaufen. Manchmal sahen wir sogar Chucky – Die Mörderpuppe aus der gleichnamigen Horrorfilmreihe.





Außerdem scheinen die Mexikaner die Serie Dragonball zu lieben. Die Figuren davon haben man wirklich überall auf allem gesehen – ob in Schaufenstern, Autos, Kleidung oder Hauswänden.
Apropos Hauswände: Es gab sehr viele Malereien an den Fassaden und Dächern. Gerade in Mexiko-Stadt waren die Dächer mit Malereien voll, aber das vor allem dort, wo die Seilbahn fährt.



Positiv ist uns teilweise die Mülltrennung bei den öffentlichen Mülleimern aufgefallen, zum Beispiel in Guadalajara an großen Plätzen. In privaten Häusern wird allerdings nicht wirklich viel getrennt. Dann sind uns in Mexiko auch die Müllabfuhren aufgefallen. Die Müllmänner sind nämlich mit einer großen lauten Glocke in der Hand durch die Straßen gelaufen und haben die Müllsäcke in den Wagen geworfen. Vielleicht als eine Art Erinnerung: „Die Müllabfuhr ist da, bringt euren Müll raus!“? Das Geräusch weckte bei uns Kindheitserinnerungen an einen Eisverkäufer.




Und damit kommen wir auch schon zum Transport und dem Verkehr in Mexiko: VW stellt seit vielen Jahren Autos in Mexiko her, also ist es nicht weiter verwunderlich, dass es viele VWs gibt. Davon vor allem VW-Busse und die dort sehr beliebten VW-Käfer!








Allgemein wird viel Auto gefahren. Daher wohl auch der dicke Smog in den Städten, vor allem in Mexiko-Stadt. Den konnte man vor allem von höher gelegenen Orten sehr gut sehen, aber auch, wenn man auf die Stadt zugefahren ist.
Einige Kreisverkehre in Mexiko Stadt haben uns sehr fasziniert. Die sehen zwar an sich aus wie bei uns, werden aber eher wie eine Kreuzung genutzt. Sie sind sehr viel größer als unsere und wenn man z. B. nach links, also theoretisch die dritte Ausfahrt raus, will, dann fährt man auch nicht nach rechts und einmal ¾ im Kreis, sondern nach links und wartet dort, bis nichts kommt.

Während man wartet, vor allem an der Ampel, kommen immer mal wieder Fensterputzer, die gegen Geld die Autofenster putzen wollen. Manchmal sind es auch Verkäufer oder Unterhalter, die mit Jonglierbällen o. ä. die Langeweile der Autofahrer vertreiben – natürlich gegen eine Spende.

Die öffentlichen Verkehrsmittel waren für uns immer wieder spannend. Teilweise sind die Fernbusse sehr komfortabel. Unser erster hatte Sitze mit Beinstützen und Bildschirme mit einer relativ guten Filmauswahl. Die folgenden Busse waren normale Reisebusse, aber auch komfortabel.
Außerdem sind wir viel mit dem Colectivo gefahren, den Kleinbussen, die dich auch mal für zwei Euro in die nächste viele Kilometer entfernte Stadt fahren. Der spannende Punkt ist dabei nur: Wann fahren sie los? Denn das tun sie am Startpunkt erst, wenn sie voll sind und das kann dauern. Die längste Zeit, die wir gewartet haben, ist so eine halbe Stunde gewesen. Möchte man auf halber Strecke dazusteigen, muss man natürlich hoffen, dass davor schon jemand ausgestiegen ist, sonst gibt es ja keinen Platz.



Auf der Halbinsel Yucatan wird aktuell übrigens eine Zuglinie gebaut, die die touristischen Orte miteinander verbindet. Diese soll im Herbst 2023 eröffnet werden – leider zu spät für uns.
Ein anderes Thema, das uns aufgefallen ist: Es gibt viele Polizisten, die mit auffällig großen Waffen herumlaufen. Gerade in den Touristengebieten.
Das Essen war gut und wir haben uns versucht, durchzuessen und auch die Spezialitäten der Städte zu essen. Dazu gibt es hier noch eine kleine Geschichte.
Apropos Essen. Wir sind mal wieder bei unseren Ausgaben angekommen. In Mexiko haben wir viel bei Straßenständen gekauft anstatt ins Restaurant zu gehen, sodass wir oft warm, aber günstig gegessen haben. Insgesamt pro Tag und Person waren es 6,80 Euro – also ungefähr so viel wie in Neuseeland, wo wir allerdings selten essen waren.





Transportkosten in Mexiko waren im Schnitt 17,30 Euro. Das ist teurer als Japan und Südkorea, allerdings muss man berücksichtigen, dass wir in Mexiko einen Inlandsflug von über 200 Euro hatten.
Und die Unterkünfte? Hauptsächlich haben wir in Doppelzimmern geschlafen, weil es kostentechnisch einfach machbar war. 13,40 Euro waren es im Schnitt pro Person und Nacht, was es zu unserem bislang billigsten Land im Bezug auf Schlafplätze macht.



Auch wenn wir nicht allzu viel Zeit am Strand verbracht haben, war Mexiko ein wirklich schöner Stopp, der uns nochmal ganz andere Dinge gezeigt hat als unsere bisherigen Länder – sowohl von der Lebensweise wie auch von der Landschaft.
