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Es war einmal… die vermeintliche Kartoffel

Eines schönen Tages wollten das Mädchen und der Junge unbedingt das ihnen für diese Region empfohlene Essen ausprobieren. „Mole“ hieß es, ist eine Soße, die teilweise aus Schokolade gemacht und oft mit Hühnchen serviert wurde. Das Mädchen entschied sich also für dieses Gericht, während der Junge etwas anderes bestellen wollte. So konnten sie mehrere Sachen probieren. Also wählte er eine Suppe, die ihnen ebenfalls empfohlen worden war. Aber reichte das für beide zusammen? Sollten sie nicht noch irgendeine zusätzliche Kleinigkeit bestellen, damit sie auch wirklich satt werden würden? Wie wäre es mit Kartoffeln dazu?

Das Mädchen studierte die Karte. „Pata“, sagte sie. „Das müsste es sein, glaube ich.“ Zwar wusste sie, dass auf der fremden Sprache „Patata“ Kartoffel hieß, aber vielleicht war es ja einfach eine Abkürzung? Also bestellten sie ihre Mole, die Suppe und Pata.

Nach ein paar Minuten kam der Herr, der ihre Bestellung aufgenommen hatte, noch einmal zurück, um eine Rückfrage zu stellen, und ob das so in Ordnung ginge. Weder der Junge noch das Mädchen hatten eine Ahnung, was er gesagt hatte, nickten aber wie selbstverständlich. Natürlich ginge es in Ordnung! Wahrscheinlich ging es nur um irgendeine Art der Zubereitung oder eine Zutat.

Sie warteten und freuten sich darauf, die fremdländischen Speisen zu probieren. Wie würde eine Soße aus Schokolade wohl schmecken? Und die Suppe, die ihnen empfohlen wurde?

Als das Essen dann schließlich kam, mussten sie ihre ganze Willenskraft dafür aufbringen, nicht loszulachen. Die Speise mit Mole und Hühnchen kam. Auch die Suppe kam wie angedacht. Doch was dann noch kam, waren keine Kartoffeln, sondern ein roher Schweinefuß! Mit einem Lächeln dankten sie dem Herrn, der die Speisen gebracht hatte, und nahmen das Besteck in die Hand. Als er weg war, konnten sie sich das Lachen nicht mehr verkneifen. Was hatten sie da nur falsch verstanden??

Der Schweinefuß war kalt. Fleisch war nicht wirklich dran. Und die Suppenschüssel zu klein als dass er dort hinein passte. Sie suchten sogar auf ihren mobilen Endgeräten danach, wie man ihn essen sollte, doch kein Ergebnis war hilfreich. Da saßen sie nun, mit ihrem Schweinefuß auf dem Tisch.

Letztendlich aßen die beiden alles auf – außer der vermeintlichen Kartoffel, da weder das Mädchen noch der Junge herausfanden, wie man diese Spezialität typischerweise essen sollte. Doch eine Erfahrung waren sie reicher: Lieber schlugen sie in Zukunft vorher nach, was sie wirklich bestellten.

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