Es ist 20 Jahre her, seit ich mit meinen Eltern in Chichen Itza war. Aber ich erinnere mich daran, dass ich Yukatan und vor allem die Geschichten um die alten Maya- und Azteken-Völker geliebt habe. Ich habe schon meiner Kindheit Interesse an alten Kulturen – die Griechen, die Römer, die Ägypter, die einheimischen Stämme in Amerika. Mit Chris wollte ich dieses Wissen teilen, deshalb hatten wir uns für knapp zwei Wochen Aufenthalt auf der Halbinsel Yukatan entschieden.
Die alte Maya-Stätte Chichen Itza hat uns mit seinen horrenden Preisen (rund 60 Euro pro Person) abgeschreckt, aber es ist einfach ein einzigartiger Ort, deshalb haben wir uns trotzdem entschieden dorthin zu gehen. Mit dem Bus ging es also von Valladolid nach Chichen Itza.

Chichen Itza war für die damaligen Bevölkerung vor allem zwischen 600 und 1200 n. Chr. besonders wichtig und ein Stützpunkt ihrer Kultur. Sogar als die Spanier nach Amerika kamen, lebten entweder dort oder in unmittelbarer Nähe noch Menschen.
Die Stätte ist zwar heute sehr touristisch geprägt, aber wir sind trotzdem beide der Meinung, dass es sich lohnt hinzugehen. Es ist eine recht große Fläche mit vielen Dingen, die es zu besichtigen gibt. Der Tempel von Kukulcán, dem höchsten Gebäude dort, ist beeindruckend und auch die hunderte von Säulen, die man auf dem Gelände sieht, erzählen ihre ganz eigene Geschichte.





Nachdem wir uns Chichen Itza angesehen haben, sind wir mit einem Taxi noch zur nahegelegenen Cenote Ik Kil, das ist ein Senkloch, das sich mit Wasser gefüllt hat, gefahren. Cenoten werden generell in drei Typen unterteilt: Der erste ist oben komplett offen, der zweite hat nur ein kleines Loch, durch das Licht einfällt, und der dritte ist komplett unterirdisch. Die Cenote Ik Kil gehört zu ersterem Typ.
Leider musste man zum Schwimmen eine Schwimmweste tragen, aber bei knapp 50m Tiefe ist das auch irgendwie verständlich.



