Von Merida aus ging es weiter nach Valladolid – vor allem, weil es nahe an Chichen Itza, einer beliebten Maya-Stätte, liegt. Diese haben wir auch gleich nach der ersten Nacht in Valladolid besucht. Mehr dazu in diesem Beitrag.
In Valladolid haben wir uns dann für den anschließenden Tag in einem nahegelegenen Hostel einen Roller ausgeliehen und haben damit innerhalb von 24 Stunden rund 100 km Strecke zurückgelegt. Unser Abenteuer von diesem Tag könnt ihr ein wenig detaillierter in einem gesonderten Artikel nachlesen.

Mit dem Roller sind wir zur ersten Cenote an diesem Tag, Secreto Maya, was wahrscheinlich die schönste Cenote war, die wir uns angeschaut haben. Man konnte dort schwimmen gehen (auch ohne Schwimmweste!). Sie war zwar vom Stil her sehr ähnlich zur Cenote Ik Kil bei Chichen Itza, aber es war sehr viel menschenleerer (da auch abgelegener), sodass man seine Ruhe hatte. Das Tolle war auch, dass wir nicht nur schwimmen konnten. Man hatte dort auch die Möglichkeit, einfach mal in der Natur zu entspannen – zum Beispiel in einer Hängematte. Es gab außerdem ein Gratisgetränk, nachdem wir gesagt haben, aus welchem Hostel wir kommen!


Die zweite Cenote, die wir besucht haben, war eine Cenote, bei der es nur ein kleines Loch in der Decke gab, sodass das Licht reinscheinen konnte. Leider war es sehr bewölkt zu diesem Zeitpunkt, sodass man das nicht ganz so gut gesehen hat. Die Höhle selbst war aber sehr beeindruckend mit seinen Stalaktiten.


Am nächsten Morgen haben wir uns noch auf den Weg nach Ek Balam gemacht, was uns im Hostel empfohlen wurde. Das ist ebenfalls eine alte Maya-Stätte – allerdings eine der wirklich wenigen auf Yukatan, bei der man noch auf eine Pyramide hoch darf und einen atemberaubenden Überblick über das Gebiet hat. Man konnte sogar bis zu anderen Pyramiden sehen. Da wir recht früh morgens da waren, kurz nachdem sie aufgemacht hatten, waren auch sehr wenige Touristen da und die Atmosphäre war dadurch nochmal eine ganz andere.







In Valladolid gibt es auch eine Cenote, die mitten in der Stadt ist. Dort waren wir zum Abschluss noch essen.



Die Halbinsel Yucatan ist durchlöchert wie ein Sieb …
Da uns bei unserem Besuch vor 20 Jahren diese „Senklöcher“ auch sehr beeindruckt haben und wir auf abenteuerlichste Weise hinein gelangt sind – Vicky wird sich erinnern – hier eine kurze Anmerkung, die man dazu wissen sollte: (entnommen aus Wikipedia)
Die Bezeichnung Cenote geht auf einen Ausdruck in der Sprache der Maya der mexikanischen Halbinsel Yukatan zurück, ts’ono’ot, was der „Heiliger Quell“ bedeutet. Insgesamt wird die Zahl an Cenotes auf der Halbinsel Yukatan auf über sechstausend geschätzt. Sie besitzen im Durchschnitt eine Tiefe von etwa 15m, vereinzelt auch von über 100m.
Cenotes entstehen in Karstgebieten. Durch die Auflösung des Kalkgesteins bilden sich Höhlen und unterirdische Wasserläufe. Bricht die Decke einer solchen Höhle ein, so entsteht eine Tagöffnung, die bis zum Grundwasser reichen kann. Die Maya betrachteten diese Bildungen als Eingänge zur Unterwelt und nutzten sie häufig als religiöse Opferstätten. Die gewaltigen Höhlen galten als Sitz von Göttern der Unterwelt.
Viele Cenotes in Yukatan stehen in Verbindung mit dem vermutlich größten zusammenhängenden Unterwasserhöhlensystem der Erde. Die beiden bisher nachgewiesenen längsten Systeme, Sac Actun (376 km) und Ox Bel Ha (338 km), sind über jeweils mehr als 150 Cenotes zugänglich. Die Gesamtlänge aller erforschten Unterwasserhöhlensysteme im Bundesstaat Quintana Roo beträgt nach derzeitigem Kenntnisstand 1679 Kilometer (September 2022).