Es hat sich fast wie Inselhopping auf Hawaii angefühlt, als wir von Cancun nach Miami geflogen sind, so kurz war es. Geschlafen haben wir ein wenig außerhalb, deshalb hatten wir uns entschieden, am ersten Tag, als wir angekommen sind, erstmal mit dem Auto eine Runde durch Downtown zu fahren.

Zu allererst müssen wir euch aber unseren neuen Kumpan vorstellen: Unseren VW Jetta, den wir nach über 1 ½ Stunden Warten am Flughafen endlich abholen konnten. Wie wir ihn genannt haben? Er ist klein und grau – wie eine Maus. Also anders als unser großer grauer SUV Benjamin (von Benjamin Blümchen), den wir in Neuseeland hatten. In Mexiko hatten wir darüber nachgedacht, unser nächstes Auto Speedy Gonzales zu nennen, wie die schnellste Maus von Mexiko. Aber leider ist der VW nicht ganz so Speedy und wir waren auch nicht mehr in Mexiko. Trotzdem wollten wir den Gedanken nicht ganz aufgeben und haben das Auto nach Jerry von Tom und Jerry benannt. Weil VW auch in Mexiko produziert und Jerry deshalb möglicherweise aus Mexiko kommt, hat er den Nachnamen Gonzales erhalten. Wir dürfen euch also stolz Jerry Gonzales vorstellen, der mit uns den weiten Weg von Florida nach Kalifornien auf sich nimmt.

Wir hatten uns aus Kostengründen gegen einen SUV entschieden, nachdem wir ausgerechnet haben, wie viele Nächte wir als Ausgleich im Auto schlafen müssten. Leider wussten wir ja nicht mal, ob das überhaupt bei den Temperaturen möglich ist.
Jerrys erste große Aufgabe war, uns am nächsten Tour nach Key West und wieder sicher zurückzubringen. Das ist ganz im Süden und der Weg dorthin führt viel über Brücken und sehr enge Landstriche.
Teilweise hat es uns auch durch die Everglades geführt, wo wir die Moorlandschaft bewundern konnten. Einen Zwischenstopp am Sombrero Beach haben wir auch noch gemacht.


Wir haben außerdem nicht erwartet, dass am Ende tatsächlich ein relativ großes Städtchen steht, das wirklich hübsch war. Natürlich war es touristisch, vor allem die Amerikaner sind dort hingefahren, aber es war alles sehr sauber, die Häuser waren interessant und schön und man konnte toll die Sonne genießen.




Wir sind auch am Haus von Ernest Hemmingway und dem gegenüberliegenden Leuchtturm gewesen.


Ein weiterer Punkt, der uns dort überrascht hat, ist, dass es der „Southernmost point of continental USA“ ist, also der südlichste Punkt des Festlandes der USA. Nicht, dass es an sich überraschend ist. Wir haben einfach nicht darüber nachgedacht! Dort wartete schon eine lange Schlange, um ein Foto mit dem Wegpunkt zu machen, aber wir haben unser Foto einfach mal kurz von der Seite aus gemacht – und ein wenig schmunzelnd gedacht, dass das ja eigentlich keine Steigerung für uns ist, nachdem wir auf Hawaii schon am südlichsten Punkt der (ganzen) USA gewesen sind.


Einen kurzen Abstecher haben wir am Ende noch zum Hafen gemacht, wo uns ein Anwohner auf die Seekühe im Wasser aufmerksam gemacht hat!

Der Rückweg hat nochmal über drei Stunden gedauert, aber der Tagestrip war sehr schön! Unser Weg hat uns außerdem nochmal an der Skyline von Miami vorbeigeführt.

