Santa Clara ist bekannt dafür, dass dort die Revolutionäre zum Jahresende 1958 eine entscheidende Schlacht gewannen. Che Guevara und seine zweite Kolonne griffen ganz in der Nähe einen mit Waffen und Munition beladenen Zug, den Tren Blindado, an und brachten so die Ladung in ihren Besitz. Diese verhalfen ihnen dazu, die Stadt Santa Clara zu erobern, woraufhin am 1. Januar 1959 der bisherige Machthaber Batista in die Dominikanische Republik floh und der Sieg der Revolution von Fidel Castro verkündet wurde.
Wir haben uns die Teile des Tren Blindado angesehen, die in der Stadt ausgestellt sind. In einem Waggon war auch nachgebildet worden, wie es damals darin ausgesehen hatte.






Ebenfalls in Santa Clara ist das Mausoleum Che Guevaras und vieler Revolutionsmitglieder, Fotos von innen sind jedoch nicht erlaubt. Eine Ausstellung zeigt Gegenstände von ihm, wie sein Schulzeugnis, seine Mate-Tasse, Waffen und viele Fotos. Von außen sieht man prächtige Monumente auf einem großen Platz.


Weil wir in Santa Clara um Mitternacht angekommen sind und uns – mal wieder – kein Taxi leisten wollten, sind wir mit unserem Gepäck ca. 30 Minuten durch die Stadt gelaufen. Dadurch wussten wir, wie anstrengend das ist – und das war mitten in der Nacht bei noch einigermaßen angenehmen Temperaturen gewesen. Unseren Rückweg zum Busterminal mussten wir gegen sechs Uhr abends antreten, bei immer noch rund 30 Grad. Aber wieso erzählen wir euch das?
Als wir Mittags zum Mausoleum gelaufen sind, haben wir ein Pferdetaxi, das sind Taxis in Form einer Pferdekutsche, neben dem Mausoleum halten sehen. Wir dachten uns schon, dass er uns fragen wird, ob wir irgendwohin fahren wollen, haben ihn aber ignoriert, weil er so weit weg stand und wir ja auch schon am Ziel angekommen waren. Während wir beim Mausoleum waren, haben wir beschlossen, dass wir am Abend die 30 Minuten in der Hitze vom Casa zum Busterminal mit unserem ganzen Gepäck nicht laufen wollen. Wir wollten sowieso mal so ein Pferdetaxi nehmen und das wäre doch der ideale Zeitpunkt.

Nachdem wir also nach etwa zwei Stunden (Ruhepause inklusive) vom Mausoleum los sind, stand das Pferdetaxi von vorher immer noch dort! Und kaum haben wir uns Richtung Innenstadt in Bewegung gesetzt, tat das auch der Kutscher. Er hatte tatsächlich zwei Stunden dort gestanden und wahrscheinlich gehofft, dass wir mit ihm zurück in die Stadt fahren wollen würden (auch ca. 30min Fußweg). So viel Durchhaltevermögen musste belohnt werden. Wir haben uns dafür entschieden, nicht beim Casa vor Ort abends um sechs Uhr ein Taxi zu suchen, sondern haben direkt mit ihm am Mausoleum ausgemacht, dass wir in drei Stunden von unserer Unterkunft zum Busterminal fahren wollen würden.
Tatsächlich ist unser Taxifahrer samt Pferd und Kutsche an unserem Casa aufgetaucht und wir hatten eine nette Kutschfahrt zum Bus, über die wir wirklich sehr sehr froh waren.

