Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Wiedersehen in Honolulu

Sommer, Sonne, Strand und Hula – Hawaii hat den Ruf der perfekten Urlaubsinsel und ist Lebenstraum vieler Menschen. Für uns lag die Inselgruppe einfach zu perfekt auf dem Weg von Neuseeland nach Nord- bzw. Mittelamerika, um dort nicht zwischenzulanden. Also ist für uns recht schnell festgestanden, dass wir 3 Wochen auf den Inseln verbringen möchten.

Nicky, eine Freundin von mir, hat ebenfalls großes Interesse bekundet und so war es abgemacht: Wir würden zu dritt auf Hawaii Urlaub machen.

10 Tage wollte sie dabei sein, die restliche Zeit würden Chris und ich alleine noch ein wenig weiter die Inseln erkunden. Mit Nicky haben wir Oahu, die Insel, auf der auch Honolulu zu finden ist, sowie Maui geplant. Kauai und Big Island wollten Chris und ich anschließend also zu zweit besuchen. Als es dann aber schließlich an die konkrete Planung ging, ist uns schnell klar geworden, dass Hawaii teurer ist als wir erwartet hatten. Was also tun? Schweren Herzens haben wir alles nochmal durchgerechnet und sind zum Schluss gekommen, dass wir nur drei der vier Inseln besuchen werden. Und weil es auf Big Island auch einen Flughafen mit günstigen Fernflügen gibt, musste letztendlich die nördlichste Insel Kauai weichen.

Der Plan stand also: Chris und ich würden eine Nacht alleine in Honolulu sein, bevor Nicky für fünf Nächte nach Honolulu kommt. Dann würden wir zusammen nach Maui fliegen und dort nochmal drei Nächte verbringen, bevor Nicky nochmal für eine Stoppover-Nacht vor ihrem Heimflug in Honolulu ist und wir von Maui für drei Nächte nach Big Island fliegen.

Für die gemeinsamen Nächte in Honolulu haben wir ein Airbnb für drei Personen gemietet, auf Maui entschieden wir uns für ein Vierbettzimmer in einem Hostel, weil sonst absolut nichts anderes bezahlbares verfügbar war – und selbst ein Bett in diesem Hostel hat 68 Euro pro Nacht gekostet.

Eine Whale Watching Tour haben wir auch schon von Neuseeland aus gebucht, der Rest sollte dann direkt vor Ort passieren. Und so ging es los in Richtung Sonne!

Von Honolulu aus haben wir beschlossen, Oahu zu erkunden. Dabei haben wir aber auch ganz bewusst nicht alles durchgeplant, um auch noch ein paar entspannte Stunden am Strand verbringen zu können.

Am nächsten Abend sollte Nicky dann ankommen, aber was wollten wir denn an dem Tag noch machen? Ich habe eine Wanderstrecke gefunden, die interessant klang: An Eisenbahnschienen entlang auf einen Vulkan, von dem man eine tolle Aussicht hat. Warum nicht? Klingt doch super!

Wir sind also losgestampft, haben den Bus zum Vulkan genommen und haben erstmal aus dem Fenster gestarrt, als uns klar wurde, was da eigentlich auf uns zukommen würde.

Man sieht den Weg nach oben leicht als beige-farbenen Strich

Aber umdrehen wollten wir auch nicht. Also sind wir erstmal zum Startpunkt gelaufen und haben nach oben gesehen. Was haben wir uns da nur vorgenommen?? Ach, wir würden das schon irgendwie schaffen. Also los!

Die ersten 2/3 des Weges waren anstrengend. Schnaufend haben wir uns unter der immer heißer werdenden Mittagssonne nach oben gekämpft und jede Sekunde Schatten genossen. Aber auf der Hälfte anhalten? Nein!

Das letzte Drittel des Weges war am steilsten. Aufmunternde Worte von Menschen, die uns von oben entgegenkamen, („Jetzt ist es zu spät, um umzukehren!!“) brachten uns nur halb zum Lächeln unter dem Schweiß, den wir geschwitzt haben. Nach jeden 10 Schritten hatten wir das Gefühl, wir müssten uns für ein paar Minuten hinsetzen und die Pausen wurden immer öfter. Als wir dann von hinten auch noch ein Pärchen mit Baby im Arm die Gleise haben hochkommen sehen, haben wir uns gegenseitig ein bisschen angefeuert. Und irgendwann waren wir dann auch tatsächlich oben.
Hat es sich gelohnt? Ja.
Würden wir es ein zweites Mal machen? Nein.

Die Gleise waren übrigens eine Versorgungsschiene für eine Beobachtungsstation des US-Militärs auf dem Vulkan aus Zeiten des zweiten Weltkrieges. Die Aussicht oben hat uns für die Strapazen belohnt.

Als am zweiten Tag dann meine Freundin Nicky am Flughafen ankam, war die Wiedersehensfreude erstmal groß! Den kommenden Tag haben wir damit verbracht, die Gegend zu erkunden, uns auszutauschen und ein wenig für die nächsten Tage zu planen.

Gerade während wir in Honolulu waren, haben wir aber auch einige Zeit in Waikiki am Strand verbracht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert