Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Winter im Bryce Canyon

Da hats uns also doch erwischt. Eigentlich wollten wir uns ja ein Jahr lang in Umgebungen mit rund 20 Grad aufhalten (evtl. Nepal mal ausgenommen), aber der Bryce Canyon hat das ziemlich zunichte gemacht. Je näher wir kamen, desto mehr Schnee hat auf den Straßen gelegen. Letztendlich haben wir aufgegeben und die Schneemassen akzeptiert. Der Zwiebellook hat uns gerettet, denn Winterkleidung haben wir nicht dabei! Zum ersten Mal bin ich wirklich dankbar gewesen, dass ich aus Versehen drei Leggins eingepackt hatte. Von den vorgenommenen Wanderwegen haben wir uns schon im Visitorcenter verabschiedet, wo wir darauf hingewiesen wurden, dass wir auf jeden Fall etwas unter unseren Schuhen bräuchten, um nicht zu rutschen. Einzig den Rim-Trail, also den Weg oben am Abhang entlang sowie einen Weg zu einem Wasserfall könnten wir mit unserer aktuellen Ausrüstung machen. Weil wir keine 100 Euro für Spikes unter den Schuhen ausgeben wollten, die wir nur für einen, maximal ein paar wenige Tage nutzen würden, haben wir uns an die „einfacheren“ Wanderwege gemacht. Die waren zwar an sich nicht rutschig, aber meistens war der Schnee ganz schön tief. Es war spannend zu sehen, wo man seine Grenzen diesbezüglich ziehen muss.

Am zweiten Tag haben wir uns sogar aus dem Bett gequält, um den Sonnenaufgang anzusehen – ein schöner Anblick! Der Nationalpark sticht besonders heraus durch die vielen einzelnen „Säulen“, die überall im Park, aber vor allem beim so genannten Amphitheater zu finden ist.

Nach dem Bryce Canyon sind wir auf dem Rückweg noch am Red Canyon vorbeigefahren, haben da eine kleine Wanderung zusammen unternommen, bevor ich mich alleine nochmal auf den Weg durch den Tiefschnee gemacht habe. Die Aussicht und Umgebung war sehr schön, auch wenn ich irgendwann meine Socken vor Nässe nur so habe platschen hören…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert