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Costa Rica im Rückblick

Pura Vida!! Diesen Ausruf haben wir mehr als nur einmal gehört. Er hat viele Bedeutungen, aber direkt übersetzt heißt es „das pure Leben“. Man benutzt es aber auch als Antwort, wie es einem geht, als „Hallo“ oder auch, wenn man erklären will, warum man etwas Spektakuläres/Gefährliches/Verrücktes gemacht hat. Auch auf den Souvenirs steht es immer wieder drauf. Woher das kommt? Ursprünglich wohl von einem mexikanischen Film mit diesem Titel aus dem Jahr 1956!

Wir sind im Rückblick-Artikel, also wollen wir wie üblich ein bisschen zusammenfassen, was uns im Land so aufgefallen ist.

Vorweg gesagt: Insgesamt sind wir sehr froh, uns nach den USA für den Zwischenstopp Costa Rica entschieden zu haben. Ursprünglich war es nur als Fünf-Tage-Stopp geplant, um nach Kuba einreisen zu können, aber letztendlich hat uns dieses Land wirklich viel gezeigt.

Fangen wir mal mit den Verkehrsmitteln an: Sie sind teilweise sehr laut. Manchmal haben unsere Fenster in der Unterkunft sehr stark vibriert – wobei wir uns nicht ganz sicher sind, ob das an unseren Scheiben oder den Fahrzeugen gelegen hat. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind an sich in Ordnung. Man kommt immer von A nach B, allerdings muss man das gut timen. Manchmal fährt nur ein Bus am Tag, manchmal muss man drei Stunden auf den Anschlussbus warten. Und das Problem ist hauptsächlich, dass die Busse zwar irgendwie überall hin fahren, aber nie wirklich weit. Man muss oft umsteigen und dann schauen, wo der Anschlussbus weiterfährt. Das Zugnetz hier ist so gut wie nicht ausgebaut. Und leider kann man selten Busse online buchen. Meistens geht man einfach hin und steigt ein, aber online die Verbindungen rauszusuchen ist auch fast unmöglich. Einen passenden Artikel dazu findet ihr hier.
Als Beispiel: Für eine Strecke, die auf Google mit dem Auto als drei Stunden angegeben wird, haben wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln neun Stunden gebraucht.

Wir haben gelernt: Würden wir nochmal Costa Rica besuchen, würden wir uns ein Auto mieten. Wir kamen bis jetzt in vielen Ländern gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln klar, aber Costa Rica war diesbezüglich doch ein wenig anstrengend.

Wenn man mal das richtige Transportmittel gefunden hat, kann man allerdings die wahnsinnig schöne Natur bewundern. Es gibt viele Vulkane und zum Beispiel beim Vulkan Poás gab es eine Anzeige, wie viel Gase er gerade ausstößt und ab wann es gefährlich für die Menschen ist.
Aufgrund der Lage des Landes gibt es auch ein erhöhtes Risiko für Erdbeben. Aktuell wird ein großes Beben erwartet und man rüstet sich auch dafür. Auffällig ist, dass es viele nur einstöckige Häuser gibt. Was daran liegt, dass diese bei einem Erdbeben einfach sicherer sind.
Natur-technisch hat Costa Rica wie gesagt unglaublich viel zu bieten. Von Tieren wie Kolibris, Faultieren und Schmetterlingen über Wasserfälle und Regenwälder. Es war wahnsinnig schön.
Das bringt uns aber auch zum Punkt, dass es eben die Natur ist, was an Costa Rica schön ist. Die Städte selbst waren es für uns nicht wert. Vor allem Liberia hat uns alles andere als überzeugt – was in Ordnung war, weil es für uns eigentlich nur ein Ankommen im Land war. Aber auch San José ist nicht die schönste Touristenstadt. Wir haben dort vier Nächte verbracht, was gut für uns war, weil wir sowieso noch viel Planen mussten. Aber von diesen drei Tagen, die wir dort hatten, haben wir einen in der Umgebung verbracht, einen halben mit einer Stadtführung und den Rest in unserer Unterkunft. Es gab einfach nicht allzu viel zu tun.

Immer wieder erwähnt wurde übrigens, dass Costa Rica keine Armee besitzt. Beziehungsweise, dass die Ameisen die Armee Costa Ricas sind! Und auch, dass das Bildungsniveau im Land recht gut und die Lebenshaltungskosten recht hoch sind. Beidem können wir – im Vergleich zu anderen Ländern in Mittelamerika – zustimmen.

Die Temperaturen waren je nach Region unterschiedlich. In Poasito war es sehr angenehm, während es in Jacó und Liberia unglaublich heiß war. Dafür gibt es aber in Costa Rica (zumindest in unseren Unterkünften) selten heiße Duschen. Sie waren nicht eiskalt, aber „heiß“ definitiv auch nicht. Manchmal nicht mal warm. Was aber in den heißen Gegenden absolut kein Problem war.

Was den Alltag betrifft: Fast jedes Gericht hatte Reis, Bohnen und gebackene Bananen dabei, sodass wir auch froh sind, wenn es mal wieder etwas anderes als Reis gibt.

Und es war nicht ganz so einfach für uns Wäsche zu waschen. Es gibt nämlich keine Waschsalons zum selber waschen und die Wäschereien sind nicht allzu günstig. Einmal konnten wir kostenlos im Hotel waschen und einmal haben wir im Hostel für sage und schreibe 10 Euro für eine Maschine waschen lassen (wir mussten unser Restgeld in Landeswährung aber sowieso loswerden…).

Und schon sind wir wieder beim Geld. Hier einmal die grobe Aufstellung:
Die Unterkünfte waren recht billig – mit 16,60 Euro pro Nacht im Schnitt. Wahrscheinlich hat am meisten die Unterkunft am Vulkan Poas für 25 Euro pro Person und Nacht diesen Schnitt hochgezogen. Im Grunde waren wir immer in Doppelzimmern.

Die Lebensmittel waren auch recht günstig. 8,20 Euro haben wir hier im Schnitt ausgegeben. Ab und zu waren wir essen, haben uns aber auch viel von Gebäck ernährt. Besonders im Gedächtnis geblieben ist uns ein Supermarkt, wo es einzelne Bananen für 10 Colones (1,7 Euro-Cent!) pro Stück zu kaufen gab.

Der Transport war der billigste pro-Tag-Transport, den wir hatten bis jetzt. Mit knapp 3 Euro pro Tag sind wir recht weit gekommen – wenn auch nicht sehr komfortabel.

Insgesamt liegt Costa Rica preislich im Durchschnitt der Länder, die wir bis jetzt besucht haben. Hier haben wir im Schnitt 57,40 Euro pro Tag und Person ausgegeben. Südkorea war mit seinen 40,50 Euro pro Tag zwar um einiges billiger, aber viel Unterschied zu Mexiko (55,10 Euro) und Japan (55,20 Euro) gibt es nicht.

Hier die Vergleichstabelle:

Land / durchschn. Ausgaben
pro Tag und Person
Transport (ohne Hinflug)Unterkunft
(nur bezahlte Nächte)
Unterkunft
(inkl. kostenlosen
Übernachtungen)
LebensmittelGesamt (ohne Flug)
Südkorea3,15€17,00€17,00€8,00€40,50€
Japan12,50€18,00€18,00€8,00€55,20€
Neuseeland41,00€18,00€14,00€6,40€87,90€
Hawaii35,70€50,00€50,00€11,10€123,70€
Mexiko17,30€13,40€13,40€6,80€55,10€
USA28,90€30,60€17,20€10,30€70,50€
Costa Rica3,00€16,60€16,60€8,20€57,40€

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