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Die Folgen des Krieges

Von dem kleinen Dorf Nahin mussten wir dann nach Vientiane – in die Hauptstadt von Laos. Dort haben wir die letzten paar Tage unserer Reise verbracht. Doch wie kommt man von dem kleinen Dorf in die Hauptstadt? Online hatten wir keine Busse gefunden, deshalb mussten wir vor Ort in unserer Unterkunft fragen. Schlussendlich hat uns die Hotelbesitzerin am Morgen unserer Abfahrt persönlich zur Bushaltestelle gebracht. Allerdings nacheinander, denn ihr elektrisches Fahrzeug hat nur zwei Sitze. 15 Minuten hat die Fahrt für eine Richtung gedauert. Glücklicherweise hatten wir diesmal einen richtigen Bus – anders als auf der Hinfahrt. Etwa acht Stunden später sind wir in der Hauptstadt angekommen.

Wir sind dort viel gelaufen, allerdings war das Wetter ziemlich schlecht, sodass wir nicht allzu viel unternommen haben. An einem dieser regnerischen Tage haben wir aber etwas unternommen, was uns die laotische Geschichte sehr bewusst näher gebracht: Wir haben uns das COPE-Museum angesehen. Dieses Museum hat uns einen wichtigen Teil in der laotischen Geschichte aufgezeigt, über den wir auf unserer Reise durch Laos nicht wirklich etwas mitbekommen haben. Dafür umso wichtiger, es hier zu erwähnen: Laos ist das am meisten bombardierte Land der Erde. Es wurde zwischen 1964 und 1973 von den USA bombardiert, um Vietnams Versorgungsstraßen im Vietnam-Krieg (1955 – 1975) zu zerstören. In dieser Zeit fielen 2,5 Millionen Tonnen Bomben. Das bedeutet, dass im Schnitt für neun Jahre lang 24 Stunden am Tag alle acht Minuten ein Flugzeug eine Ladung abgeworfen hat. Ungefähr ein Drittel der Klusterbomben sind nicht explodiert. Das sind etwa 80 Millionen Stück. Man kann sich vorstellen, was das bedeutet: Die Bomben explodieren auch heute noch. 40% der Opfer sind Kinder. Etwa die Hälfte der Unfälle endet tödlich, die andere Hälfte in Verletzungen. Und um diese geht es unter anderem im COPE-Museum. Wir haben dort viel über die Arbeit erfahren, wie man versucht, diese Bomben aufzuspüren und dass man die Rate der Unfälle dadurch seit ein paar Jahren signifikant verringern konnte. Im Museum haben wir auch unterschiedliche Geschichten von Überlebenden gesehen. Es ging dabei um die verschiedenen Arten von Prothesen, die die Überlebenden benötigen. Generell war es ein wirklich interessantes Museum und, obwohl es recht klein ist, wirklich empfehlenswert.

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