Ich selbst bin in Japan schon zweimal mit der Nachtfähre gefahren, allerdings andere Strecken und Fährunternehmen. Diese Fähre von Kagoshima nach Yakushima war allem Anschein nach hauptsächlich für Autoüberfahrten gedacht – und außerdem fuhr mit uns auch noch eine große Gruppe des Militärs. Yumi und ich sind in einem Frauenschlafraum mit drei anderen untergekommen, während Chris in einem großen Männerschlafsaal den Abend verbracht hat. Leider gab es keine Gemeinschaftsräume, wo man zusammen sitzen konnte – auch etwas, was ich so nicht kannte.
Ein wenig Zeit haben wir auf dem Deck draußen verbracht, aber sobald die Sonne untergeht, wird es schon ziemlich schnell frisch. Einen roten Mond haben wir aber trotzdem noch bewundern dürfen!

Und ein wenig amüsiert haben wir uns über die Übersetzungen auf der Fähre…

Nachdem wir unser mitgebrachtes Abendessen verspeist hatten, sind wir am Zwischenstopp zwischen Kagoshima und Yakushima angekommen. Dort legte die Fähre an, ließ den Großteil der Passagiere aussteigen und dort verbrachten wir dann auch – auf dem Schiff – die Nacht. Zum Glück ohne großen Wellengang.
Zum Schlafen gab es eine Art Kissen und eine Decke. Ob man sich damit zudeckt oder darauf liegt – denn der Boden ist einfach nur harter Teppichboden – bleibt jedem selbst überlassen. Chris war mittlerweile alleine im Schlafsaal, sodass ihm alle Decken gehört haben!
Yumi und ich haben mit einer weiteren Person im Raum geschlafen.
Als Vergleich… bei uns im Frauenschlafsaal war Platz für 3, maximal 4 Leute zum Schlafen, während im Männerschlafsaal 7-10 Personen Platz gehabt hätten. Für Männer gab es aber auch noch einen weiteren sehr viel größeren Raum für Männer/gemischt.



Und ja, der Boden ist hart. Muskelkater und Schmerzen an den unterschiedlichsten Stellen am nächsten Tag haben uns allen gezeigt, wie schön selbst der dünnste Futon doch sein kann.
Irgendwann nachts sind wir dann wohl weitergefahren und gegen 7 Uhr morgens auf Yakushima angekommen.


