Nach unserem kurzen Flug nach Maui haben wir direkt unseren neuen Mietwagen abgeholt und ihn auf den Namen Koko getauft. Der weiße Jeep hat uns gut über die Insel gebracht und wir waren sehr froh, ihn zu haben.





Wellen und Surfer gab es zu Hauf – manchmal soweit das Auge reichte.

Ein wenig schade fanden wir, dass auf Google überall Wasserfälle eingezeichnet waren, die auch schön aussahen, aber es gab an diesen Stellen überall Parkverbot, sodass man keine Chance hatte, wirklich mal auch nur drei Minuten stehen zu bleiben und sich etwas anzusehen, was nicht unbedingt DER Touristenspot ist.
Die Makahiku Fälle hatten schließlich doch einen Parkplatz, sodass wir ausgestiegen und über den Pipiwai Trail zum Aussichtspunkt gelaufen sind. Auch gab es dort einen riesigen Baum, der mal wieder die Naturgewalten gezeigt hat. Dazu muss man aber sagen, dass wir hier auch Eintritt für den Nationalpark zahlen mussten, um diesen Trail zu laufen.



Ein anderer Wasserfall war ganz besonders für uns. Nicky und ich haben uns dazu entschieden, uns im Pua’a Ka’a Wasserfall zu erfrischen. Das Wasser war zwar kalt, aber tatsächlich nicht so kalt wie ich erwartet hatte.



Das alles war auf der Road to Hana. Sie ist wirklich eine schöne Straße, die an der Küste in den Osten von Maui entlangfährt. Wir haben uns dort auch eine Kokosnuss gegönnt – zu Ehren unserer weißen Koko.

Die meisten Menschen fahren, wenn sie in Hana ankommen, den gleichen Weg an der Küste wieder zurück, aber wir haben uns dagegen entschieden. Im Internet stand, dass man auch einfach weiterfahren kann und die Insel damit umrundet. Allerdings ist der Weg etwas holprig und nur einspurig. Uns war das egal, denn wir wollten ja was von der Insel sehen! Also sind wir weitergefahren und unsere kleine Koko hat auf der unbefestigten Straße ihr bestes gegeben. Leider wurde es ziemlich schnell Nacht, sodass wir nicht mehr allzu viel von der Umgebung gesehen haben. Weil es auf der Route nicht viele Städte gab, war die unbeleuchtete Straße wirklich wirklich dunkel, sobald es Nacht war.
Und plötzlich waren da die Kühe.
Wir mussten wirklich aufpassen, dass wir da keine unerwünschte Kollision haben… Eine Kuh ist auf der linken Straßenseite aufgetaucht, also bin ich stehengeblieben. Sie hat dann brav nach links und rechts geguckt und ist dann in einer Seelenruhe über die Straße getrottet. Wenigstens wurde ihnen beigebracht zu gucken, bevor sie auf die Straße laufen!
Andere standen uns direkt im Weg und als wir vorsichtig an ihnen vorbeigefahren sind, hat sich eine gehörig erschreckt.
Zum Glück ist alles ohne Zwischenfälle gut ausgegangen und wir haben am Abend sicher unser Hostel erreicht – das sich leider als „Partyhostel“ herausstellte…
Gebucht hatten wir zu dritt ein Vier-Bett-Zimmer, aber als wir ankamen, wurde uns gesagt, dass sie völlig ausgebucht seien und uns in zwei Zimmer aufteilen müssten. Also sind Nicky und ich in ein Viererzimmer und Chris in ein anderes. Der Witz an der Sache war: Nicky und ich haben die ersten zwei von drei Nächten keine weiteren Mitbewohner bekommen. Wir wissen bis heute nicht, was da schiefgelaufen ist, aber schade war es allemal, dass wir kein Zimmer zusammen hatten. Außerdem haben uns in den Gemeinschaftsbereichen die Mücken zerstochen, weil alles draußen war. Alles in allem war es nicht die Unterkunft, die wir uns gewünscht hatten, aber irgendwie haben wir es hinbekommen.
Der zweite Tag war sehr aufregend, denn wir hatten eine Whale Watching Tour gebucht – also eine Schifffahrt aufs Meer, um Wale zu sehen. Da der Januar in Hawaii die Hochsaison dafür ist, haben wir erwartet, auf jeden Fall irgendetwas zu sehen – und unsere Erwartungen wurden übertroffen.
Im Grunde hatten wir alles: mit den Flossen winkende Wale, die Schwanzflossen, aus dem Wasser springende Wale, die typischen Fontainen, die sie aus ihrem Loch am Rücken pusten… und wir haben sogar zwei gesehen, die unter unserem Boot durchgeschwommen sind. Es war wirklich toll, die Tiere so hautnah zu sehen!




Anschließend waren wir noch beim Lahaina Banyan Baum, der einen Platz von 2700 m² einnimmt.

Und den Abend haben wir damit verbracht, auf den Haleakala zu gehen, einen riesigen Vulkan, aus dem die Insel zu 75% besteht. Dort sind wir mit dem Auto hochgefahren und sind nur ein wenig rumgelaufen, weil es wirklich sehr kalt auf 3000 Meter Höhe war, aber es war trotzdem sehr sehr schön. Wir haben es zeitlich so hinbekommen, dass wir zum Sonnenuntergang oben waren und eine wundervolle Sicht auf die einzelnen kleinen Krater hatten.











Die letzten beiden Tage waren wir ohne Auto und sind durch die Stadt gelaufen. Am Strand haben wir noch eine Schildkröte gesehen, die wir alle zuerst für einen stein gehalten haben, bis uns eine einsame Schwimmerin darauf aufmerksam gemacht hat.

Am Ende unseres gemeinsamen Urlaubs waren wir noch zu dritt in einer Art Plantage, die sehr interessante Dekoration hatte.





Das war unser letzter Ausflug mit Nicky. Am Flughafen mussten wir uns dann von ihr trennen, denn sie ist zurück für eine Nacht nach Honolulu, um am nächsten Morgen zurück nach Deutschland zu fliegen, während wir nach Big Island weiter gereist sind.
Unser Flug dorthin war ziemlich interessant. Mehr dazu könnt ihr in diesem Artikel lesen!
Es war sehr schön, durch Nicky wieder ein Stück Heimat zu bekommen und einmal außerhalb von Chris und meinem mittlerweile „gewohnten Reisealltag“ Dinge zu machen. Es ist super, dass das Treffen auf Hawaii geklappt hat! Umso schwerer ist dann der Abschied gewesen, allerdings ist es ja nicht für immer!
