Seoul ist mit seinen fast 10 Million Einwohnern die Hauptstadt und größte Stadt Südkoreas. Wir haben dort sieben Nächte eingeplant – zum einen, weil es bei der Buchung unserer ersten zwei Hostels noch der offizielle Stand war, dass wir nach der Ankunft zwei Tage in Quarantäne müssten bis unser PCR-Test da ist, und zum anderen, weil wir erst einmal ankommen wollten.
Zum Glück wurden die obligatorischen Tests aufgehoben, sodass wir uns zwei Tage mehr frei bewegen konnten.
Zwei Nächte auf der Südseite des Han-Flusses haben uns gezeigt, wie es in dem Teil Seouls ist, der nicht das pulsierende, ausgehfreundliche Stadtzentrum ist. Allzu viel gab es nicht zu tun, aber das war gerade richtig für unsere ersten zwei Tage. Allerdings waren wir in einem netten Kaufhaus, das gleichzeitig auch eine Bibliothek ist.


Nur… ein Waschbecken in der Unterkunft hätte man sich im Bad schon gewünscht… 😀

Anschließend sind wir für die restlichen Tage ins Stadtzentrum gezogen. Nur einen kleinen Spaziergang entfernt waren die vier Paläste der Stadt, Tempel, Parks und mehr, sodass wir viel zu Fuß erreichen konnten. (Unsere Handys melden uns knapp 10x mehr Schritte pro Tag als in Deutschland!)

Auch auf dem Gwangjang Markt waren wir und haben uns durch die engen Gassen gedrängt, um letztendlich an einem Essenstand zu enden, der eine Art koreanische Kartoffelpuffer verkauft, die zwar sehr fettig, aber lecker waren!


Am N Seoul Tower haben wir einen sehr schönen Sonnenuntergang beobachtet und dann noch die Nachtszenerie von Seoul.




Im Dynamic Maze, einer Art Indoor Fotospielplatz, haben wir einen ruhigen, lustigen Nachmittag verbracht.









Nicht ganz so lustig war es dann am nächsten Tag. Da sind wir nämlich doch recht spontan an die Nordkoreanische Grenze gefahren – mit einer geführten Tour in die DMZ. Aber dazu im nächsten Beitrag mehr.
Am letzten Tag in Seoul haben wir uns nach ein wenig hin und her dazu entschieden, Hanbok, die traditionelle koreanische Kleidung, auszuleihen und damit zum Gyeongbokgung zu gehen – einem der Königspaläste aus dem 14. Jahrhundert. Das Ausleihen ist relativ günstig. Wir haben für fast 2,5 Stunden für die komplette Kleidung für beide (bei Frauenkleidung mit Tasche und Frisur) umgerechnet ca. 35 Euro gezahlt. Der Palast war zu Fuß in 5 Minuten erreichbar, sodass wir da keine Zeit verloren haben.
Die Koreaner haben wirklich unglaublich niedlich auf uns reagiert – tatsächlich alle Altersgruppen durch. Manche wollten sogar Fotos mit uns oder wollten uns fotografieren.
Allgemein kommen überraschend viele Menschen in Hanbok zu den Palästen. Das kann daran liegen, dass man dadurch keinen Eintritt zahlen muss (wobei der bei einem Preis von 2,15 Euro wirklich nicht der Rede wert ist) oder auch einfach daran, dass es ein toller Anlass ist, um traditionelle Kleidung zu tragen. Dabei haben wir sowohl Ausländer als auch Koreaner gesehen, die sich so eingekleidet haben.

Nach einem letzten Shopping- bzw. Fotografie-Ausflug am Abend ging es dann ans Packen für unsere Weiterfahrt nach Jeonju.











