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Es war einmal… ein holpriges Ende

Neuseeland hatte so seine Probleme mit dem Mädchen und dem Jungen. Der Anfang war recht holprig und auch am Ende lief nicht alles so glatt wie sie es sich gewünscht hätten.

Das Wetter auf der Südinsel war die meiste Zeit tadellos, während die Nordinsel sie mit Regen und Sturm überraschte. Das holprige Ende nahm seinen Anfang mit der Tongariro Alpine Crossing, die aufgrund des schlechten Wetters nicht stattfinden konnte. Das Wetter hielt sich recht permanent bei dauerhaftem Niesel- oder Starkregen bis die beiden das Land verließen.

In Auckland machten sie auch einige Erfahrungen. So wachten sie in der ersten Nacht von einer nicht aufhörenden, lauten, mechanischen Durchsage „Evacuate the building!“ auf. Es war Feueralarm. Nachts um halb 1. Alle anwesenden Gäste und Mitarbeiter mussten sich nach draußen in den Regen begeben, wo sie in kurzer Schlafkleidung auf das Eintreffen der Feuerwehr warteten. Die kam nach einiger Zeit dann tatsächlich, sicherte das Gebäude und endlich durften sie eine dreiviertel Stunde später wieder zurück in ihren wohlverdienten Schlaf.

Ab dem ersten Tag versuchten das Mädchen und der Junge außerdem noch einige ihrer gekauften Dinge im Hostel wieder zu verkaufen: ihre beiden Schlafsäcke, eine Decke, ihr Campinggeschirr, ihre Kühltasche plus Akku sowie einige gute, aber (leider) deutsche Reiseführer. Beim Verkauf lief nicht alles ganz so schief. Die Decke, das Geschirr und die Tasche mit Kühl-Akku fanden gegen kleines Geld einen neuen Besitzer. Aber gerade die Schlafsäcke, die sie sehr gerne weiterverkauft hätten, wurden sie einfach nicht los. Also legten sie diese in die Zu-Verschenken Box. Bis zur Abfahrt waren dann auch die Schlafsäcke verschwunden.

Am Tag, an dem sie auch das Auto zurückgeben sollten, also nach der ersten Nacht in Auckland am Frühstückstisch fiel ihnen etwas anderes auf: Sie hätten das Auto schon einen Tag vorher zurückgeben müssen. Aber was sollten sie jetzt schon tun? Am besten stellten sie sich einfach unwissend (was sie ja auch gewesen waren) und brachten das Auto zurück. Hoffentlich gab es keine saftige Strafzahlung!

Einen Tag später ging es schließlich zum Flughafen. Nur um dort zu erkennen, dass ihr Flug um 18.30 Uhr nach Hawaii nicht auf der Abflugliste stand. Sie mussten erfahren, dass sie fünf Stunden zu früh am Flughafen waren. Also hatten sie insgesamt neun Stunden zu überbrücken. Wie es dazu gekommen war? Die verschiedenen Buchungen in verschiedenen Zeitzonen waren Schuld. Sie hatten sich die Abflugszeit in Japan aufgeschrieben und dadurch war diese Zeit in der falschen Zeitzone. Man konnte von Glück reden, dass sie nicht fünf Stunden zu spät am Flughafen gewesen waren.

Zu guter Letzt hatte ihr Flug noch eine Stunde Verspätung, sodass sie erst am 13.01. um halb 1 nachts losflogen und am 12.01. vormittags (über die Datumsgrenze) in Hawaii ankamen.

Neuseeland meinte es zwar nicht immer gut mit ihnen, aber das Mädchen und der Junge würden das Land trotzdem in positiver Erinnerung behalten!

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