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Kambodscha im Rückblick

Kambodscha ist ein geschichtlich interessantes Land. Wir wurden vor allem immer wieder mit dem Genozid in den 70er Jahren konfrontiert, egal in welchem Teil des Landes. Dabei haben wir auch persönliche Geschichten gehört, was interessant und traurig war.

Touristische Dinge in Kambodscha sind eigentlich hauptsächlich Tempel. Zwar gab es auch ein paar andere Dinge wie die Fahrt mit dem „Bamboo Train“, grundsätzlich wurde uns aber in jeder Stadt immer wieder ein Tempel, eine Pagode oder ähnliches empfohlen.

Ein Highlight hatten wir mit dem Strandurlaub auf Koh Rong Sanloem, das trotz gelegentlichem Regen wirklich toll war und uns noch einmal ein wenig entschleunigt hat.
Ein weiteres Highlight war Angkor mit seinen zahlreichen Tempeln und beeindruckenden Bauten.

Transporttechnisch waren wir sehr unterschiedlich unterwegs. Für die kleinen Strecken, die wir nicht laufen konnten oder wollten, hatten wir oft ein Tuk Tuk. Die Grab-App hat uns dabei erfolgreich das ewige Verhandeln erspart, denn man gibt direkt in der App ein, wohin man fahren will und bekommt direkt den Preis angezeigt. Die Tuk Tuk-Fahrer in der Umgebung bekommen die Anfrage, einer bestätigt und kommt dann, um den Anfragenden abzuholen. Die Anfrage wurde normalerweise in einigen Sekunden beantwortet. Die längste Wartezeit für uns waren vielleicht so drei Minuten. Bezahlt wird dann auch automatisch über die App, sobald man angekommen ist. Es war wirklich ein Segen. Und die Preise in der App waren wesentlich billiger als wir sie durch persönliches Anfragen erhalten hätten. Mehr Fahrer nutzen wohl die Pass-App, leider ist für diese App aber anscheinend eine Kambodschanische Handynummer erforderlich.

Wir sind in Kambodscha zudem auch mit Bus, Bahn und Boot gefahren. Auf der erwähnten Insel sogar mit einem Traktor, auf dem wir einfach nur auf der Ladefläche saßen. Diese Traktoren werden in Kambodscha oft für allerlei Transporte genutzt. Es sind im Grunde nur Motoren mit einem Anhänger. Und während wir so unterwegs waren, haben uns viele Kinder gewunken. Das war eine weitere Sache, die uns aufgefallen ist. Vor allem auf dem Land, aber auch in den Städten, hatten Kinder Spaß daran, mit uns über Winken Kontakt aufzunehmen.

Chris kam außerdem aus dem Zählen der vielen Toyota Prius gar nicht mehr raus. Ansonsten gab es einige SUVs, die der reicheren Bevölkerungsschicht gehören.

Außerhalb der Städte gehörten Häuser auf Stelzen zum normalen Landschaftsbild. Sie bauen sie so, sodass sie unten einen großen Bereich haben, der luftig ist. Gleichzeitig schützt es die Häuser vor Hochwasser.

Supermärkte gab es zwar, aber nicht allzu viele und die meisten waren eher kleinere Straßenläden ohne Preisangaben. An Ständen wurden oft auf Getränke in Tüten verkauft, was wir sehr interessant fanden! Auch Soße zum Essen, das wir ab und zu mal mitgenommen haben, kam in aufgeblähten, aber luftdicht verschlossenen Plastiktüten. Auch Bubble-Teas sind sehr beliebt – manchmal haben sie zwar keine Bubbles, aber diese Art von Getränke mit unterschiedlicher Geschmacksrichtung gab es sehr oft.

Überrascht hat uns, dass die Preise meistens in Dollar angegeben waren. Natürlich hatte das auch viel mit Touristenregionen zu tun, aber in den meisten Restaurants, in denen wir waren, waren die Preise entweder in Dollars und Riel oder nur in Dollar angegeben. Wenn wir dann in Riel zahlen wollten, wurde erstmal umgerechnet – was allerdings mit einem Kurs von 1:4000 nicht ganz so schwierig war. Eigentlich war der aktuelle Kurs etwa 1:4100, aber das Land schien sich auf einen Kurs von 1:4000 geeinigt zu haben. Gut für uns. Man fuhr also billiger, wenn man in Riel zahlte.

Apropos zahlen. Hier die harten Fakten: Kambodscha war für uns ein recht günstiges Land. Wir haben im Schnitt für Unterkünfte pro Person und Nacht 6,65 Euro ausgegeben. Dafür haben wir ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bekommen. Manchmal war eine Klimaanlage dabei, normalerweise aber nur ein Ventilator. Wir hatten uns aber in den meisten Fällen bewusst gegen die Klimaanlage entschieden, weil das Zimmer sonst fast das Doppelte gekostet hätte. Durch die Hitze haben wir das aber manchmal auch bereut.

Essen waren wir im Normalfall einmal am Tag. Die anderen Mahlzeiten waren Snacks oder Backwaren. Weil wir eher selten einen Kühlschrank hatten, konnten wir uns auch kaum Sachen für eigene Brötchen holen. Lebensmittel, Süßigkeiten, Cocktails, Ratten(!) usw. haben uns im Schnitt 6,40 Euro pro Tag und Person gekostet.

Und als letztes: der Transport. Die Hintergrundinfos dazu haben wir ja schon weiter oben im Artikel beschrieben. Letztendlich hat uns die Reise in sechs verschiedene Städte Kambodschas 6,80 Euro pro Person und Tag gekostet. Dabei sind aber, wie auch sonst immer, nicht die Touren inkludiert, die wir in den einzelnen Städten gemacht haben. Zum Beispiel, wenn wir für den ganzen Tag ein Tuk Tuk hatten, da wir das eher als eigene gebuchte Tour mit Reiseführer zählen.

Spannend ist zu sehen, obwohl Nepal in den drei Punkten Unterkunft, Lebensmittel und Transport um einiges billiger war als Kambodscha, war unsere Zeit in Kambodscha trotzdem um einiges billiger als die in Nepal. Das lag aber vor allem an den Mehrtagestouren, die wir in Nepal gemacht haben. Mit 29,70 Euro pro Person und Tag ist Kambodscha unser zweitbilligstes Land nach Taiwan.

Land / durchschn. Ausgaben
pro Tag und Person
Transport (ohne Hinflug)Unterkunft
(nur bezahlte Nächte)
Unterkunft
(inkl. kostenlosen
Übernachtungen)
LebensmittelGesamt (ohne Flug)
Südkorea3,15€17,00€17,00€8,00€40,50€
Japan Herbst12,50€18,00€18,00€8,00€55,20€
Neuseeland41,00€18,00€14,00€6,40€87,90€
Hawaii35,70€50,00€50,00€11,10€123,70€
Mexiko17,30€13,40€13,40€6,80€55,10€
USA28,90€30,60€17,20€10,30€70,50€
Costa Rica3,00€16,60€16,60€8,20€57,40€
Kuba6,80€6,40€6,40€7,13€35,60€
Schottland29,07€32,80€12,30€8,25€62,98€
Nepal2,70€3,90€3,90€4,90€33,80€
Taiwan5,10€11,80€10,10€6,50€25,00€
Vietnam10,30€21,00€21,00€7,40€54,30€
Japan (Vicky allein)5,40€20,60€17,40€7,00€64,10€
Japan Sommer9,00€20,50€19,50€10,30€53,80€
Kambodscha6,80€6,65€6,65€6,40€29,70€
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