Es ist ein Jahr her, seit wir von unserer einjährigen Weltreise wiedergekommen sind – also genauso viel Zeit zum Verarbeiten wie zum Erleben. In der Zwischenzeit haben wir geheiratet (die „Testphase Weltreise“ war erfolgreich 😉 ) und sind außerdem gerade mitten im Umzugsstress. Trotzdem wollen wir uns die Zeit nehmen, unsere Weltreise noch einmal Revue passieren zu lassen. Dafür haben wir das Jahr über Fragen gesammelt, die uns immer wieder gestellt wurden und die wir jetzt hier zusammentragen und beantworten wollen. Natürlich könnt ihr uns auch weiterhin Fragen stellen, aber dieser Blogeintrag wird wohl der letzte sein, in dem wir diese öffentlich beantworten.
Der erste Teil der Fragen besteht aus allgemeinen, objektiven Fragen, auf die es eigentlich nur eine Antwort gibt. Der zweite Teil besteht aus eher subjektiven Fragen, die wir jeweils getrennt von einander beantwortet haben, um uns nicht gegenseitig zu beeinflussen. Das bedeutet, dass einige Antworten gleich sein können, da wir sie vorher nicht abgestimmt haben.
Aber bevor es losgeht, möchten wir uns nochmal bei euch für eure Unterstützung und das Interesse an diesem Blog bedanken! Wir hatten ein geniales Jahr mit Höhen und Tiefen und freuen uns, dass ihr daran Teil haben wolltet.
Vielen Dank!
Nun zu den Fragen:
Reisezeiten und -orte
Anzahl der besuchten Länder
13 Länder + 1 zusätzlich für Chris (Hawaii zählen wir hier zu den USA; unsere 2 Besuche in Japan zählen natürlich auch als ein Land)
Die meisten Tage in einem Land
Wenn man die beiden Japan-Reisen (inklusive Vickys Zeit, als Chris in Vietnam war) zusammenzählt, dann Japan mit 66 Tagen. Am Stück war es USA mit 49 Tagen.
Die wenigsten Tage in einem Land
In Laos und auf Hawaii waren wir jeweils 12 Tage.
Die längste Zeit an einem einzelnen Ort
Tokyo (Vicky: 17+18 Nächte, Chris: 17+9 Nächte – jeweils aufgeteilt auf unsere beiden Japan-Besuche)
Unterkünfte
Die teuerste Unterkunft
Es war nicht mal ein Doppelzimmer, sondern ein Bett in zwei verschiedenen 4-Bett-Zimmern auf Maui, Hawaii, in einem eher schlechten als rechten Hostel, das uns 66 Euro pro Person und Nacht gekostet hat.
Anzahl verschiedener Unterkünfte gesamt
In den 11 Monaten, die wir unterwegs waren, haben wir in 151 (+2 für Chris) verschiedenen Unterkünften geschlafen. Ein bisschen genauer aufgeschlüsselt waren das:
| Anzahl Unterkünfte | Art der Unterkunft |
|---|---|
| 119 (+2 für Chris) | bezahlte Unterkünfte (Hotels, Hostels, Airbnb, Campingplätze in Auto/Zelt) |
| 13 | Kostenfreie Parkplätze (Auto) |
| 9 | Couchsurfing oder Unterkunft bei Freunden/Bekannten |
| 10 | Nachttransporte (Bus, Flug, Fähre) |
Das Land mit den wenigsten Nächten pro Unterkunft
Schottland. Dort haben wir nur einmal für zwei Nächte in der gleichen Couchsurfing-Unterkunft geschlafen. Sonst jeden Tag gewechselt. Das lag aber auch an der Spontanität der zwei Wochen.
Die durchschnittlich meisten kostenlosen Übernachtungen
Prozentual definitiv Schottland mit 10 kostenlosen Übernachtungen von 16 Nächten. Das waren entweder Nächte im Auto (bei 8 Grad) oder Couchsurfing-Unterkünfte.
Planung
Wer ist auf die Idee für diese Auszeit gekommen?
Irgendwann kam von Vickys Seite das Thema auf, nochmal eine Weile nach Japan zu gehen, um dort zu arbeiten. Nach mehreren Unterhaltungen und ein paar Jahren Bedenkzeit haben wir uns aber dafür entschieden, dass wir statt dort zu arbeiten eine Auszeit von der Arbeit nehmen wollen. Und wenn wir schon eine Auszeit von der Arbeit nehmen, doch lieber mehr von der Welt als nur dem einen Land sehen wollen.
Stand mit dieser Idee auch gleichzeitig die Dauer fest?
Wir wollten irgendwas zwischen 8 und 12 Monaten machen. Aber auch hier der Gedanke… wenn wir schon die ganze Bürokratie auf uns nehmen, dann soll es sich auch lohnen. Am Ende wurden es 11 Monate.
Wer hat den Reiseplan mehr beeinflusst, wer die Ziele festgelegt bzw. warum z. B. nicht Südamerika, Afrika oder Australien?
Wahrscheinlich eher Vicky, weil sie viele Länder schon gesehen hat und mit Chris gern neue Erfahrungen in neuen Ländern machen wollte – ihm gleichzeitig aber auch Orte zeigen wollte (Japan, Mexiko), die ihr gefallen haben.
Zu den anderen Ländern: Südamerika hat sehr viel zu bieten und wir wären dem in der kurzen Zeit einfach nicht gerecht geworden.
Afrika ist von Europa nicht allzu weit entfernt, sodass wir diese Länder auch mal in einem normalen Urlaub besuchen können.
Australien ist sehr groß und wir mussten uns schlussendlich zwischen Australien und Neuseeland entscheiden. Wir wollten uns in jedem Land genügend Zeit nehmen. Das hätten wir nicht für beide geschafft.
Was waren die Ausgaben vor der Reise für die Reise?
Das ist je nach Person sehr individuell, weil wir beide unterschiedliche Voraussetzungen hatten. Allgemein kann man zusammenfassen:
Auslandskrankenversicherung pro Person: 646,90 Euro
Impfungen: 226,83 Euro (Chris hat seine komplett erstattet bekommen. Der Anteil von Vickys Krankenkasse von 200 Euro ist schon abgezogen.)
Kleidung: 102 Euro für Wanderschuhe und Kleidung bei Vicky (Chris hat nichts Neues gekauft)
Internationaler Führerschein: 16 Euro (3 Jahre gültig bei Vicky) bzw. 27,40 Euro (1 Jahr gültig bei Chris (österreichischer Führerschein))
Wir haben viel Geld gespart, weil wir unsere großen (gebrauchten) Reiserucksäcke geschenkt bzw. ausgeliehen bekommen haben und unsere kleinen Tagesrucksäcke über einen Gutschein gekauft haben. Pro Person hätte uns das sonst bestimmt nochmal 400 Euro mehr gekostet. Einen Beitrag über die Kosten insgesamt haben wir aber auch eben noch online gestellt.
Bezahlen
Hat die Kreditkarte immer und überall funktioniert?
Generell ja. Wir hatten eine Visa-Karte der DKB und das hat beim Bezahlen recht problemlos und ohne zusätzliche Kosten funktioniert. Wir hatten auch noch ein paar andere Karten (EC, Mastercard) dabei, die aber höhere Gebühren hatten. Manche Länder wie z. B. Mexiko waren aber eben einfach sehr Bargeld-lastig, sodass wir Bargeld mit der Kreditkarte abheben mussten. Gelegentlich gab es aber Probleme mit den Automaten, vor allem in Kambodscha und Laos war es problematisch Automaten zu finden, die uns Geld auszahlen wollten. Unklar war aber auch, ob die Automaten einfach leer waren oder unsere Karten nicht akzeptiert haben.
Habt ihr in jedem Land Geld in Landeswährung getauscht?
Wir haben so gut wie immer beim ATM (Geldautomat) im entsprechenden Land Bargeld abgehoben. Kuba war ein Sonderfall – dort haben wir sogar gelegentlich mit Euro- oder übrig gebliebenen Dollarscheinen bar gezahlt und/oder diese vor Ort zu einem teils 6-mal besseren Kurs gewechselt als es am Automaten möglich wäre.
Transport
Könnt ihr einen Flugplan nur aller Flüge zeichnen?
Alle lila Linien auf dieser Seite sind die Flüge: https://die-welt-ist-das-ziel.de/ueber-uns/
Habt ihr bei den Fluggesellschaften direkt gebucht?
Etwa 90% der Buchungen haben wir direkt gebucht, meistens haben wir über Google Flights die billigste Verbindung gesucht und sind dann auf die Seiten der Fluganbieter gegangen, um zu buchen.
Habt ihr auch Flüge umbuchen müssen, weil ihr länger oder kürzer bleiben wolltet als geplant?
Nein, das war uns zu teuer 🙂 Einmal haben wir einen Flug umsonst gebucht gehabt, weil wir uns anschließend für eine Verbindung mit mehr Umsteigezeit entschieden haben. Dieser Flug hat aber nur 60 Euro pro Person gekostet.
Habt ihr euch auch bei den kleineren regionalen Fluggesellschaften immer sicher gefühlt bzw. habt ihr auch mal deren Bewertungen angeschaut?
Bewertungen von Fluggesellschaften haben wir uns so ziemlich nie angeguckt. Wir sind immer davon ausgegangen, dass alle Airlines ohnehin gewisse Sicherheits-Standards erfüllen müssen, um internationale Flüge anzubieten. Wichtig war uns der Preis und dass wir auf den Langstrecken nicht öfter als 2 mal umsteigen müssen. Besonderer Komfort im Flugzeug hat für unsere Flüge keine große Rolle gespielt.
Die Anzahl der Flüge gesamt
29 verschiedene Flüge (Chris wegen Vietnam sogar 32), aber das ist mit Zwischenstops gerechnet. Generell geflogen sind wir 17 Mal (Chris 20 Mal).
Kürzester und längster Flug? Oder auch: Kleinstes und größtes Flugzeug
Der kürzeste Flug war Inselhopping auf Hawaii (2x ca. 50min). Der längste Einzel-Flug war der Heim-Flug von Bangkok nach Frankfurt.
Das kleinste Flugzeug war eine Cessna für 9 Passagiere (Von Maui nach Big Island). Das größte war ein Airbus A380 mit über 500 Sitzplätzen.
Anzahl der Fluggesellschaften
19 Fluggesellschaften
Flugkosten gesamt
Für Vicky 5.863 Euro und für Chris durch Vietnam 6.020 Euro.
Die meisten Kilometer mit dem Auto
Das war die Fahrt durch die USA mit rund 11.000 km in 45 Tagen.
Neuseeland waren etwa 4.100 km.
In Schottland waren es durch einige Male hin und her rund 2.700 km.
Die durchschnittlich meisten Schritte pro Tag
| Platz 1 | Korea | 18.871 Schritte |
| Platz 2 | Japan Sommer 2023 | 16.729 Schritte |
| Platz 3 | Schottland | 15.915 Schritte |
| Platz 4 | Japan Herbst 2022 | 15.205 Schritte |
| Platz 5 | Kuba | 14.976 Schritte |
| Platz 6 | Neuseeland | 14.896 Schritte |
| Platz 7 | Nepal | 14.882 Schritte |
| Platz 8 | Taiwan | 14.713 Schritte |
| Platz 9 | Mexiko | 13.930 Schritte |
| Platz 10 | Hawaii | 13.893 Schritte |
| Platz 11 | USA | 12.200 Schritte |
| Platz 12 | Costa Rica | 9.770 Schritte |
| Platz 13 | Laos | 8.980 Schritte |
| Platz 14 | Kambodscha | 8.512 Schritte |
Als Vergleich, in einem typischen Monat in Deutschland machen wir im Schnitt 3.000 Schritte pro Tag. Aber auch nur, wenn wir nicht im Homeoffice sind. Dazu muss man aber auch sagen: Die Tage auf der Weltreise waren sehr wechselhaft. Wir hatten Tage, an denen wir fast nur Auto/Zug/Bus gefahren sind. An anderen Tagen sind wir fast nur gelaufen, deshalb ist es wirklich nur ein Durchschnitt.
Allgemein (Länder)
Habt ihr euch an manchen Orten unsicher oder unwohl gefühlt (Kriminalität)?
Zwei Orte fallen uns jetzt speziell ein: Mexiko-Stadt, weil wir dort nachts um 5 Uhr alleine an irgendeiner Straßenecke aus dem Fernbus „geworfen“ wurden und in der Dunkelheit unser Hotel suchen mussten. Auch wurde uns dann an einem anderen Tag noch gesagt, wir können mit der Seilbahn über die Stadt fahren, sollen aber bloß nirgendwo aussteigen, da sie hauptsächlich die (gefährlichen) Vororte mit der Innenstadt verbindet.
Und außerdem San Francisco. Wir hatten ein Hotel, das zwar schon bei Bewertungen als unheimlich bezeichnet wurde, aber wir hätten nicht gedacht, dass SO viele Obdachlose und Drogenjunkies auf den Straßen in der Umgebung des Hotels rumlungern würden.
Welche eigenen Ängste hat jede/r Einzelne von euch überwinden müssen – auch hinsichtlich eventueller künftiger Abenteuer. Also hat euch irgendetwas für die Zukunft stärker gemacht?
Die Spinne in Nepal……… In Bandipur hatten wir eine Unterkunft für 3 Nächte und nach der ersten Nacht haben wir eine handgroße fette Spinne neben unserem Bett gesehen. Chris hat sie versucht zu fangen, aber sie ist hinters Bett gehuscht und wir mussten 4 Tage das Zimmer mit ihr teilen… Wir fürchten aber nicht, dass uns das stärker gemacht hat…
Insgesamt würden wir sagen: die Wanderungen. Wir trauen uns jetzt mehr zu und ohne die Wanderungen das Jahr über hätten wir uns den Aufstieg auf den Fuji in Japan wahrscheinlich nicht zugetraut. Andere Antworten dazu findet ihr in unseren individuellen Fragebögen weiter unten im Artikel.
Gab es Phasen oder Situationen, in denen ihr dachtet: „Jetzt will ich nur noch heim!“
Es gab natürlich immer mal wieder so Momente, in denen man dachte “HIER möchte ich jetzt nicht unbedingt sein.” Aber jetzt nicht unbedingt das “Ich will HEIM.” Chris fügt noch hinzu, dass er immer mal wieder den Moment hatte, wo er einfach nur gern wieder mal Essen von zu Hause gehabt hätte. Auch die Einfachheit, zu wissen, wie man an Essen kommt, das man gern möchte, und auch weiß, was man dann bekommt.
Und natürlich gab es auch Momente, in denen man sich das ganz normale Alltagsleben ein klein wenig zurückgewünscht hat. Aber dadurch, dass wir wussten, dass das wieder früh genug kommt, hatten wir den Gedanken nicht allzu sehr.
Habt ihr euch manchmal gegenseitig aufrichten oder motivieren müssen?
Nicht unbedingt anders als zu Hause, aber als unsere Segelreise 5 Tage vorher abgesagt wurde, war Vicky schon ziemlich fertig mit den Nerven, weil sie sich sehr darauf gefreut hatte und noch dazu mussten wir dann ganz spontan einen Schottlandurlaub aus dem Boden stampfen.
Welches Land war das sauberste und welches das schmutzigste Land?
Neuseeland das sauberste und Nepal das schmutzigste. Nepal war vor allem in Kathmandu recht vermüllt. Das ganze Land war aber allgemein wegen der vielen unfertigen Straßen unglaublich staubig.
Wo seid ihr am höchsten gewandert?
Runtergebrochen auf was die meisten Höhenmeter in dem Jahr waren, die wir an einem einzigen Tag gewandert sind:
Platz 1: Der höchste Punkt unserer Reise generell war der Fuji in Japan. Er ist 3.774m hoch und wir sind insgesamt an einem Tag 1.474 Höhenmeter gewandert, denn in der Regel fährt man mit dem Bus auf ungefähr die Hälfte und fängt von dort an. Am späten Abend ging es los und am nächsten Mittag waren wir wieder unten.
Platz 2: Ben Nevis, Schottland. Wir sind an einem Tag 1.310 Höhenmeter gewandert. Vormittags hoch, nachmittags runter. Insgesamt ist der Berg 1.345m hoch.
Platz 3: Wanderung nach Ulleri (Teil des Poon Hill Trail im Himalaya), Nepal. Wir sind 980 Höhenmeter an einem Tag gewandert, auf 2.050m Höhe. Schlussendlich sind wir auf dieser mehrtägigen Wandertour auf den Gipfel des Poon Hill gewandert, der 3.210m hoch ist.
Was bleibt zurück?
Anzahl gespeicherter Fotos
15.560 Fotos, 1.740 Videos (Chris) + 9.161 Fotos, 1.724 Videos (Vicky)
Kaputt gelaufene Schuhe und weggeschmissene Kleidung
2 Paar Turnschuhe, 2 Paar Ballerinas + 1 Paar Flipflops (Vicky) und 1 Paar Turnschuhe (Chris)
jeweils ca. 3 T-Shirts
Veröffentlichte Blogartikel
Insgesamt waren es 233 Einträge. Davon 28 “Es war einmal”-Artikel und 16 Rückblicke.
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Welche drei Länder haben euch am meisten gefallen?
Vicky: Ich würde natürlich Japan mit aufnehmen, aber da ich dort schon mehrfach war und es deshalb nicht mehr sehr viele überraschende Neuerfahrungen gab – und sowieso jeder weiß, dass ich Japan liebe -, entscheide ich mich für drei andere Länder:
Kuba – interessantester Alltag und Lebensweise
Neuseeland – schönste Natur
Nepal – beeindruckendste Atmosphäre
Chris: Kuba, Neuseeland, Japan
Welches Land hat euch am meisten überrascht?
Vicky: Kuba, weil es sehr unterschiedlich war zu dem, was wir kannten
Chris: Kuba (Geld, Lebensumstände der Menschen etc)
Was war die schlimmste Reise/der schlimmste Flug?
Vicky: Die Fahrt nach Nahin in Laos
Chris: Von Kuba nach Schottland (Übernachtung am Flughafen Mallorca)
Welche Fahrt/Reise fandet ihr am interessantesten?
Vicky: Die Pferdekutsche in Kuba, der Bamboo Train sowie die Bootsfahrt von Battambang nach Siem Reap und der Flug auf Hawaii
Chris: Fahrt von Battambang nach Siem Reap mit dem Boot durch die schwimmenden Dörfer
Welches Essen hat euch Durchfall beschert?
Vicky: Das einzige Mal, dass ich wirklich ein Problem hatte, waren 10 min ziemlich starke Bauchschmerzen von vietnamesischem Essen in Taiwan. Chris hatte ein paar Minuten davor noch zu mir gesagt, dass er Bauchschmerzen hat und deshalb nach Hause geht. Weil es mir gut ging, bin ich noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, aber bei mir folgte es dann kurz darauf auch.
Generell war ich aber überrascht, wie gut mein Magen alles vertragen hat, obwohl wir oft von Straßenständen gegessen haben.
Chris: Welches nicht? – Es war aber alles nicht so schlimm wie auf einer anderen Reise ein paar Jahre zuvor in Sumatra.
In welchem Land hat euch das Essen am besten geschmeckt?
Vicky: Ich liebe japanisches Essen, aber Nepal hat mich auch positiv überrascht.
Chris: Japan. Durch Vickys Wissen und Freunde haben wir dort viel ausprobiert.
Was war die schlimmste Wanderung?
Vicky: Die einzige Wanderung, bei der ich nicht sicher war, ob ich sie bis zum Ende schaffe, war eine 800 Meter lange Strecke auf einen Vulkan auf Hawaii. Wir sind recht spontan und in der prallen Mittagssonne dort hoch gegangen und uns war definitiv nicht bewusst, auf was wir uns da einlassen.
Eine weitere anstrengende Wanderung, die zwar relativ flach war, aber ebenfalls einige Stunden in praller Sonne ging, war zum Green Sand Beach, ebenfalls auf Hawaii. Die hat sich nicht wirklich gelohnt…
Chris: Tongariro. Wir waren klitschnass.
Was war die schönste Wanderung?
Vicky: Ich mochte die meisten Wanderungen in Neuseeland, aber auch in Schottland. Eins meiner Highlights war die mit den wunderschönen blauen Flüssen bei Hokitika, Neuseeland, und die Catlins.
Chris: Tempelwanderung in Kamakura
Nennt fünf Erlebnisse/Tage, die euch sehr beeindruckt haben
Vicky:
Whale Watching auf Hawaii.
Lava im Vulkan ansehen, auch auf Hawaii.
Yakushima in Japan mit wunderbarer Natur
Glühwürmchen in totaler Stille in einer neuseeländischen Höhle
Im koreanischen Hanbok durch die Tempelanlagen gehen
Chris:
Grand Canyon
Yakushima
Doubtful Sound
Pearl Harbor
Carlsbad Caverns
Welche neue Bekanntschaft ist euch am meisten in Erinnerung geblieben?
Vicky: Wir hatten mit Tom in Carlsbad, USA, eine wirklich wundervolle Zeit! Außerdem der regnerische Tag, an dem uns ein Ehepaar in ihrem Haus in Kuba aufgenommen hat.
Chris: Tom, unser Gastgeber in Carlsbad, NM
Was hat nicht geklappt oder hättet ihr gerne in dem Jahr anders gemacht?
Vicky: Es ist sehr schade, dass das Segeln um England und Schottland nicht geklappt hat. Wir hatten stattdessen einen super tollen, spontanen Urlaub in Schottland, aber Segeln wäre doch einmaliger gewesen… Allerdings hatten wir das Glück, den Segeltrip in der Ostsee im September 2024 nachzuholen. Außerdem die nicht stattgefundene Besteigung des Tongariro in Neuseeland, denn das war wirklich etwas, was ich sehr gern gemacht hätte. Und er ist wohl zu weit weg, um das nochmal irgendwann anzugehen…
Chris: Segeltrip in Schottland
Welches sind deine drei Lieblingsartikel im Blog?
Vicky:
Es war einmal… Rapunzels Fenster
Wie wir einen religiösen Festwagen durch Kathmandu zogen
Es war einmal… Jerry der Simulant?
Chris:
Ein Zimmer auf Reserve
Es war einmal… Jerry der Simulant?
Es war einmal… Rapunzels Fenster
Was ist das Ärgerlichste, was auf der Reise verloren gegangen ist?
Vicky: Meine Armbanduhr beim Wandern in den USA.
Chris: Eins von meinen USB-Kabeln für das Handy im Mietwagen.
Was aus Deutschland habt ihr unbenutzt wieder mit nach Hause genommen?
Vicky: Gesichtspuder und Corona-Tests.
Chris: Malaria-Medikamente
Über welche drei Dinge wart ihr am meisten froh, dass ihr sie mitgenommen/neu gekauft habt?
Vicky: Alle drei habe ich neu gekauft: sehr dünne, aber dichte Regenjacke, Wanderschuhe, elastischer, sehr strapazierbarer Rock mit Hose drunter zum Wandern
Chris: Taschenmesser, meine Kamera, AirPods Pro
Welche drei Dinge habt ihr während der Reise am meisten vermisst?
Vicky:
– in der Tat… deutsches Essen
– einfach mal ohne schlechtes Gewissen einen Tag zu Hause verbringen
– dauerhaft einen Kühlschrank zu haben
Chris:
– Meine gemütliche Jogginghose
– Supermarkt mit vertrauten Produkten
– Meine Analog-Kamera
Was werdet ihr zu Hause nicht vermissen?
Vicky: aus dem Rucksack leben und keine Küche zu haben
Chris: Suche nach Transportmitteln, Organisation, Ständig neue Schlafzimmer
Welche Ausgabe hättet ihr euch sparen können?
Vicky: In Kuba hat uns ein Geldautomat einmal 77 Euro nicht ausgezahlt, es wurde aber von unserem Konto abgezogen.
Chris: Den zweiten Guide in Nepal
Drei Lieblingsfotos, die du selbst gemacht hast
Vicky:



Chris:



Drei Fotos, die du auch gern als Profilfotos verwenden würdest oder es sogar tust
Vicky:



Chris:



Fotos von drei deiner Lieblingsübernachtungen
Vicky:








Chris:



Drei Fotos, die (zumindest für dich) eine Geschichte erzählen
Vicky:
In Neuseeland wollte ich unbedingt irgendeine Art von Weihnachtsdeko für unser Auto, um zumindest ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu kommen. Es lief auf diese nicht sonderlich hübsche und noch dazu super unpraktische Weihnachtsbaum-Deko hinaus. Wir haben sie mit Tesa festgeklebt und sie ist ständig runtergefallen – vor allem wenn wir im Auto geschlafen haben und dadurch die Scheiben angelaufen sind. Ich hatte trotzdem meinen Spaß damit und habe mich vehement gegen Chris Einwand gewehrt, dass sie doch unpraktisch ist – wahrscheinlich gerade, weil es so dämlich war 😀
Hier sind meine Jugendfreundin Sabine und ich in der Nähe ihres Wohnortes in den USA (sie ist vor vielen Jahren ausgewandert). Die Geschichte zu dieser Badewanne in der Wüste ist doch ein wenig zu lang, um sie zu erzählen (wen sie interessiert, der kann sie hier auf Englisch nachlesen), aber hier die Kurzfassung: Ein Gebiet dort wurde „Marble Bath“ genannt, also „Marmorbad“. Es wurde aber falsch auf der Karte eingetragen. Letztendlich stellte man aber in den späten 80ern an die falsch eingetragene Stelle diese Badewanne und füllte sie mit Murmeln (engl. Marble) und ein paar Quietsche-Entchen als Homage. Generell erinnert mich das Foto an eine tolle Zeit in Kalifornien, in der ich endlich mal wieder einige Tage mit Sabine verbringen konnte.
Chris:
Auf dem Gipfel des Fuji, kurz vor Sonnenaufgang. Wir hatten mehrere Stunden Aufstieg auf 3774m hinter uns. Schlaf war für diese Nacht nicht eingeplant. Es war eiskalt und oben war es voll mit anderen Bergsteigern. Wir freuen uns auf unser mitgebrachtes Frühstück: Onigiri.
Durch einen überraschenden Wolkenbruch wurden wir spontan von diesem kubanischen Pärchen für mehr als eine Stunde in ihr Haus zu Tee und Suppe eingeladen.
Auf einer 3-tägigen Kreuzfahrt in Vietnam habe ich beim Essen auf dem Schiff diese 3 Japaner kennengelernt. Trotz Sprachbarriere hatten wir viel Spaß – wie hier beim Kayakfahren.
Welche drei Dinge nehmt ihr für euch selbst und eure Erfahrungen auf dieser Reise mit nach Hause?
Vicky:
– Ich kann spontaner sein als ich dachte.
– Man braucht nicht so viele Dinge wie man denkt, z. B. Kleidung. Aber ich war trotzdem froh, als ich wieder mal etwas anderes anziehen konnte…
– 24/7 mit der gleichen Person zu verbringen kann anstrengend sein, aber ich war froh, wie gut es geklappt hat!
Chris:
– Ich habe nach der Reise angefangen mein eigenes Brot zu backen, weil ich den Wert von gutem Brot zu schätzen gelernt habe. An den meisten Orten war ich mit dem angebotenen Brot nicht zufrieden.
– Dankbarkeit für Dinge die wir als selbstverständlich sehen – Umweltbewusstsein der Gesellschaft, gute öffentliche Verkehrsmittel, Große Auswahl im Supermarkt.
– Die Prioritäten sind anders wenn man aus dem Alltag ausbricht – man nimmt sich und seine Arbeit vielleicht nicht mehr ganz so wichtig wie vorher.
Nennt eine Sache, die ihr ab jetzt im Alltag anders machen wollt als vor eurer Reise.
Vicky: spontaner sein und nicht immer alles durchplanen.
Chris: Ich will öfter frühstücken. Ich habe das Frühstück mehr zu schätzen gelernt.
Vielen Dank für eure tollen Fragen und Danke für euer Interesse!









Vielen Dank, dass ihr all die Erinnerungen und Geschichten mit uns teilt. Man merkt, dass es für euch eine besondere Zeit war, aber wir „hier“ sind auch froh, dass ihr wieder da seid. 🙂